Gaza-Flottille ignoriert Mattarellas Aufruf zur Kursänderung!
Italienische Flottille ignoriert Appell von Präsident Mattarella und setzt Kurs auf Gaza, trotz internationaler Bedenken.

Gaza-Flottille ignoriert Mattarellas Aufruf zur Kursänderung!
Die „Global Sumud Flotilla“, eine Initiative von Aktivisten, die versuchen, die israelische Blockade des Gazastreifens zu durchbrechen, bleibt unbeirrt in ihrem Kurs, trotz des Appells des italienischen Staatspräsidenten Sergio Mattarella. Dieser hatte die Aktivisten aufgefordert, ihre Mission zu reconsider, um die Hilfsgüter auf sicherem Weg nach Gaza zu bringen. Stattdessen bekräftigten die Organisatoren ihre Entschlossenheit, die letzte Etappe zur Küste Gazas anzutreten und lehnten das Angebot Mattarellas ab, die Hilfsgüter nach Zypern zu transportieren. Diese Entscheidung wurde von einer Sprecherin der Flottille als Akzeptanz der Blockade gewertet, was den sofortigen Transport der humanitären Hilfe anbelangt. Aktuell befinden sich 58 italienische Staatsbürger, darunter vier Parlamentarier, an Bord der Flottille.
Die Flottille, die aus 50 Booten mit Menschen aus 44 Staaten besteht, hat bereits schwere Rückschläge erlitten. Berichte von AP News erwähnen Drohnenangriffe und Kommunikationsstörungen, während sich die Schiffe in der Nähe der griechischen Insel Koufonissi, etwa 530 Seemeilen von Gaza entfernt, befinden. An Bord befinden sich außerdem zahlreiche prominente Unterstützer, darunter Greta Thunberg und Ada Colau sowie Mitglieder des italienischen und europäischen Parlaments.
Unterstützung durch die Marine
Um die Flottille abzudecken, haben Spanien und Italien Marine-Schiffe bereitgestellt, wobei Italienische Fregatten wie die „Alpino“ und spanische Kriegsschiffe zum Einsatz kommen. Verteidigungsminister Guido Crosetto warnte, dass außerhalb internationaler Gewässer die Sicherheit der Boote nicht garantiert werden könne, was die besorgniserregende Lage der Aktivisten unterstreicht. Die Flottille, die als die größte Initiative zur Brechung der 18-jährigen israelischen Blockade bezeichnet wird, meldete mehrere Explosionen in der Umgebung ihrer Schiffe, während Israel verkündete, dass das Heimkehren nach Gaza als Provokation angesehen wird.
Die humanitäre Krise in Gaza hat sich weiter verschärft. Laut Oxfam leiden die Menschen im Gazastreifen seit über 70 Tagen unter Hunger aufgrund der unzureichenden Menge an Nahrungsmitteln und Medikamenten, die nach einer zweimonatigen Blockade zugelassen wurden. Premierminister Netanjahu hat die Einfuhrlösungen auf das minimum begrenzt, während die militärischen Offensive der israelischen Regierung weiter expandiert, was zu noch mehr Leid führt. Humanitäre Organisationen wie Oxfam fordern ungehinderten Zugang für Hilfsorganisationen, um die Versorgung der Not leidenden Bevölkerung zu gewährleisten.
Trotz der katastrophalen Lage und internationaler Appelle bleiben die Mitglieder der „Global Sumud Flotilla“ entschlossen. Die Flottille behauptet, dass sie bereit sei, die Reise nach Gaza fortzusetzen, auch wenn einige Schiffe weiterhin an Ort und Stelle verharren. Der Druck auf die Beteiligten wächst, während die Situation im Gazastreifen weiterhin als kritisch eingestuft wird. Der internationale Aufruf zur Öffnung humanitärer Korridore wird immer drängender, um die leidenden Menschen zu unterstützen.