Wien

Wiener Heumarkt-Areal: Die Kontroverse um den Umbau in 1. und 3. Bezirk

Kontroverse um den Welterbe-Status von Wien: Der Fall Heumarkt-Areal

Der Heumarkt in Wien, an der Grenze zwischen dem 1. und 3. Bezirk, hat seit 2012 die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich gezogen. Ursprünglich plante der brasilianische Architekt Isay Weinfeld einen luxuriösen Wohnturm mit einer Höhe von 74 Metern. Aufgrund von Kritik wegen der Lage in der Welterbe-Kernzone wurden die Bauhöhen jedoch schrittweise reduziert.

Im Jahr 2017 wurde eine Flächenwidmung genehmigt, die den Turm auf eine Höhe von 66 Metern beschränkt. Später wurde ein überarbeitetes Heumarkt-Neu Projekt vorgestellt, bei dem die Höhen der Gebäude auf maximal 56,5 Meter bzw. 47,85 Meter begrenzt wurden. Nach Empfehlungen von UNESCO-Gutachter Michael Kloos im Frühjahr soll der Wohnturm auf 44 Meter und der Hotelturm auf 42 Meter begrenzt werden.

Das historische Zentrum Wiens erhielt im Jahr 2001 das Prädikat UNESCO-Weltkulturerbe. Seit 2017 befindet sich die Stadt aufgrund des Heumarkt-Projekts auf der Liste der gefährdeten Welterbestätten. Ähnliche Probleme gab es bereits bei anderen Bauprojekten in Wien, wie etwa Wien-Mitte und dem Hauptbahnhof, die aufgrund von Schwierigkeiten mit den Welterbe-Hütern zu Kontroversen führten.

Die UNESCO hat klare Vorgaben für den Erhalt von Welterbestätten, um ihre Einzigartigkeit und Authentizität zu bewahren. Im Falle von Wien ist die Debatte um den Heumarkt ein Beispiel für die Balance zwischen städtebaulicher Entwicklung und dem Schutz des kulturellen Erbes. Es bleibt abzuwarten, wie die Gespräche und Entscheidungen bezüglich der Bauhöhen am Heumarkt fortgesetzt werden und welchen Einfluss sie auf das UNESCO-Weltkulturerbe Wiens insgesamt haben werden.

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