Wien-Mariahilf

Bücherabgabe bei Thalia vorerst gestoppt: Erfolgreiche Kooperation vor Herausforderung

Thalia schließt wegen Überlastung die Buchabgabe in Wien – Kunden müssen ihre alten Schätze vorerst selbst nach Prag schicken!

Wegen des überwältigenden Erfolgs bei der Annahme gebrauchter Bücher hat die Buchhandelskette Thalia vorübergehend die Kooperation mit dem Gebrauchtbuch-Händler Bookbot eingestellt. Thalia, insbesondere die Filiale in der Mariahilfer Straße in Wien, hatte angeboten, dass Kunden ihre alten Bücher dort abgeben konnten. Kunden konnten ihre Bücher einfach abliefern und bekamen im Gegenzug einen Zettel mit der Anzahl der abgegebenen Exemplare, während sie die Entwicklung ihrer Verkäufe online verfolgen konnten. Doch nun ist diese praktische Dienstleistung Geschichte.

Die Entscheidung, die Kooperation auszusetzen, resultiert aus den logistischen Herausforderungen, die durch die große Anzahl an abgegebenen Büchern entstanden sind. „Es waren zu viele Bücher auf einmal“, erklärt die Pressesprecherin von Thalia, Andrea Mikaheel. Der Transport der großen Mengen in das Zentrallager von Bookbot in Prag stellte sich als schwierig heraus, was die beiden Unternehmen dazu veranlasste, die Zusammenarbeit seit dem 1. Oktober zu beenden.

Herausforderungen für die Angestellten

Der hohe Andrang an Buchabgaben führte auch zu einer zusätzlichen Belastung für die Mitarbeiter in den Filialen. Diese waren oft mit der Rücklage der Bücher überfordert, was sich an den Gesichtern der Angestellten ablesen ließ. Mehrfach wurde berichtet, dass das Abgeben von Büchern für einige Mitarbeiter, insbesondere gegen Ende ihres Arbeitstags, eine hohe Arbeitsbelastung darstellte.

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Ein Schild am Abgabetisch verdeutlicht nun die Situation: Dort steht, dass sich Thalia für etwaige Unannehmlichkeiten entschuldigt. Viele Kunden, die von der Einstellung der Kooperation nicht informiert waren, mussten mit vollen Taschen und Rucksäcken wieder nach Hause gehen. Thalia hat jedoch momentan keine Angaben dazu gemacht, wann oder ob die Aktion wieder aufgenommen wird.

Alternative Möglichkeiten für den Buchverkauf

Obwohl die Kooperation mit Thalia ausgesetzt ist, können Kunden ihre gebrauchten Bücher weiterhin über alternative Wege verkaufen. Bookbot bietet nach wie vor die Möglichkeit, Bücher per Post zu versenden. Zudem gibt es den sogenannten Bookbot-Servicedienst, der früher als Booktaxi bekannt war, der es ermöglicht, dass Bücher direkt von der Haustür abgeholt werden. Dies gibt Kunden die Flexibilität, ihre Bücher ohne zusätzlichen Aufwand zu verkaufen.

Das tschechische Start-up Bookbot, das mittlerweile auch in Österreich, der Slowakei und Deutschland aktiv ist, bietet Kunden 60 Prozent des Verkaufspreises für ihre Bücher, abzüglich einer Servicepauschale von 1,19 Euro pro verkauftem Buch. Die Preise werden den Marktbedingungen angepasst, und wenn ein Buch nicht verkauft wird, senkt sich der Preis kontinuierlich, bis ein Käufer gefunden wird.

Für die abzugebenen Bücher ist es ideal, wenn sie in gutem Zustand sind. Dazu gehören auch fremdsprachige Bücher und unbeschriebene Lehrbücher. Nur stark beschädigte Exemplare werden nicht angenommen.

Für weitere Details zu diesem vorübergehenden Stopp und den möglichen Wegen zur Buchveräußertung, können Interessierte mehr Informationen auf der Website von Bookbot einholen, sowie die nötigen Schritte zur Nutzung der Plattform prüfen.


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Quelle
diepresse.com

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