Wien-Hietzing

Altbaumonitoring in Hietzing: 302 Häuser überprüft – Kleine Mängel entdeckt

Wien sorgt mit der "Offensive Altbautenschutz" für frischen Wind in Hietzing: 302 alte Häuser unter der Lupe, nur kleine Mängel entdeckt – aber der Schutz geht weiter!

Im Rahmen der Initiative "Offensive Altbautenschutz" sind Fachkräfte der Stadt Wien aktuell im Bezirk Hietzing unterwegs, um den Zustand historischer Gebäude zu untersuchen. Diese Maßnahme zielt darauf ab, schützenswerte Altbauten vor dem drohenden Verfall zu bewahren. Schon seit einem Jahr sind solche Kontrollen in mehreren Wiener Bezirken im Gange, um den wertvollen Wohnraum zu schützen, der durch mutwilliges Verfallenlassen gefährdet ist.

In der Vergangenheit wurden viele alte Häuser absichtlich in einen Zustand gebracht, der als "wirtschaftliche Abbruchreife" gilt, damit sie legal abgerissen werden konnten. Um diesem Trend entgegenzuwirken, haben die Stadtverwaltung und die zuständigen Stellen die "Offensive Altbautenschutz" ins Leben gerufen. Insgesamt wurden erfreulicherweise bereits rund 4.300 Gebäude in ganz Wien überprüft.

Überprüfung der Gründerzeithäuser in Hietzing

Mit dem Beginn der Kontrollen in Hietzing im Oktober wurden insgesamt 302 Häuser begutachtet. Die Teams, die aus Mitarbeitern der MA 37 – Baupolizei und der "Gruppe Sofortmaßnahmen" bestehen, haben dabei den Zustand der Gründerzeithäuser dokumentiert. Bei den Inspektionen wurden keine Beanstandungen bei 249 der geprüften Gebäude festgestellt, hingegen gab es bei 53 Objekten kleinere bauliche und feuerpolizeiliche Mängel.

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Die vorherrschenden Mängel waren überwiegend kleiner Natur. Oft handelte es sich um Schäden an der Fassade, wie beispielsweise Abnutzungen an dekorativen Elementen, Schäden am Putz oder an Verglasungen. Besonders gravierende Mängel wurden nicht gefunden, und kein Gebäude wurde als stark verfallen erachtet. Dies ist ein positives Zeichen für den Erhalt der baulichen Substanz im Bezirk.

Fortsetzung der Kontrollen

Bezirksvorsteher-Stellvertreter Marcel Höckner (SPÖ) begrüßt die Maßnahmen und die zügige Umsetzung der Initiative in Hietzing. "Wir verfügen über viele alte und wertvolle Gebäude im Bezirk, und es ist wichtig, diese zu erhalten", sagte Höckner. Er betonte, dass nicht nur die Ästhetik geschätzt werden müsse, sondern auch der Zugang zu erschwinglichem Wohnraum erhalten bleiben sollte.

Die "Offensive Altbautenschutz" wird in Hietzing fortgesetzt, mit weiteren Überprüfungsterminen, die bereits für den 27. November und Anfang Januar geplant sind. An diesen Terminen wird die mobile Einsatzzentrale des Stadtservice Wien anwesend sein und sowohl den Anwohnern als auch den Fachleuten beratend zur Seite stehen. Die Uhrzeiten für die Inspektionen sind jeweils von 9 bis 15 Uhr.

Allerdings endet die Verantwortung nicht mit den Kontrollen. Die Baupolizei wird auch nach den Überprüfungen weiterhin auf die besichtigten Gebäude achten. Wie Gerhard Cech, der Leiter der Baupolizei, erklärte, müssen alle festgestellten Mängel systematisch verfolgt werden. Der rechtliche Rahmen und die Fristen sind klar strukturiert, sodass potenzielle Probleme zeitnah adressiert werden können.

Falls Mängel nicht schnell genug behoben werden, kann dies langfristig teurer werden, da die bauliche Substanz durch Vernachlässigung weiter geschädigt wird. Cech betont, dass es wichtig ist, die neuen Regelungen ernst zu nehmen, um das Erbe und die Lebensqualität in Wien zu sichern. Die Initiative hat bereits erste Erfolge gezeigt und wird weiterhin aktiv verfolgt, um die schönen historischen Gebäude der Stadt zu bewahren.


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Quelle
meinbezirk.at

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