Wien

Missstände im Traumazentrum Brigittenau: Streichung von Nachtdiensten sorgt für Unruhe

"Geheimnisse und Herausforderungen: Die Auslagerung von Böhler-OPs stößt auf Kritik vom Personal"

Die OPs des Traumazentrums Brigittenau wurden auf drei Standorte verteilt. Seit gut einer Woche ist eine Böhler-Station im Wiener AKH in Betrieb. Zusätzlich werden Kapazitäten im Traumazentrum Meidling und in der Privatklinik Confraternität genutzt. Kritik am Vorgehen kommt von Mitarbeitenden des medizinischen und pflegerischen Personals des Traumazentrums Brigittenau, die über Missstände klagen. Es wurde beklagt, dass für das Traumazentrum Meidling ein Doppeldienst für die Nacht zugesagt wurde, jedoch soll bereits im Mai jeder zweite Nachtdienst in Doppelbesetzung gestrichen werden – angeblich aus Kostengründen. Das Personal äußerte Bedenken, da dies aufgrund unterschiedlicher Dienstzeiten und Arbeitsabläufe schwer umsetzbar sei. Aus Angst vor möglichen beruflichen Konsequenzen scheuen sie jedoch Interviews.

Der Betriebsrat Manfred Rabensteiner äußerte sich vorsichtig bezüglich der Streichung des Nachtdienstes und appelliert dazu, den Aufbau des Containerspitals nicht zu lange hinauszuzögern. Die AUVA-Generaldirektion wies die generelle Streichung des zweiten Nachtdienstes zurück, betonte jedoch, dass in Fällen von Personalmangel die Minimierung von Diensträdern möglich sei. Es sei jedoch nicht konzeptionell geplant. Trotz einiger Herausforderungen wird seitens der AUVA-Generaldirektion von einem erfolgreichen Start der Station im AKH berichtet, wobei die Betten allmählich belegt werden und die Intensivstation demnächst in Betrieb gehen soll.

Im Traumazentrum Meidling und in der Privatklinik Confraternität werden laut AUVA die Zusammenarbeit und Abläufe als sehr gut bewertet. Es gab in den letzten Tagen aufgrund des Wetters mehr Rettungsanfahrten, was zu einer erhöhten Anzahl von Akut-OPs führte, die jedoch gut von der verstärkten Mannschaft bewältigt werden konnten. Es wurden bereits 61 Plan-OPs im Traumazentrum Meidling und 16 in der Privatklinik Confraternität durchgeführt, wobei für nahezu alle Patientinnen und Patienten neue OP-Termine vereinbart wurden. Die restlichen Abteilungen des Traumazentrums Brigittenau sollen ab Anfang 2025 in einem Containerspital in der Brigittenau zusammengeführt werden, da das derzeitige Spital aufgrund von Brandschutzmaßnahmen geschlossen ist.

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