Wien

Flüchtlingssituation in Wien: Schulen am Rande des Kollapses

Die überlasteten Schulen in Wien: Was steckt hinter dem Familiennachzug von Flüchtlingen?

In Wien stehen die Schulen vor einer massiven Herausforderung aufgrund des zunehmenden Familiennachzugs von Flüchtlingen. Die Schulen müssen Hunderte von neu ankommenden Flüchtlingskindern aufnehmen, was die Lehrkräfte und Ressourcen an den Rand ihrer Kapazitäten treibt. Besonders betroffen von dieser Situation sind die Primarschulen, an denen zwei Drittel der Kinder eine nichtdeutsche Muttersprache haben, und einige Flüchtlingskinder sogar noch nie eine Schule besucht haben.

Die steigende Anzahl von Kindern, die durch den Familiennachzug von anerkannten Flüchtlingen nach Wien kommen, verschärft die bereits angespannte Lage an den Schulen zusätzlich. Jeden Monat müssen rund 350 Kinder und Jugendliche neu aufgenommen werden, was dem Bedarf von 14 kompletten Schulklassen entspricht. Diese Kinder haben oft traumatische Erfahrungen hinter sich und benötigen nicht nur Deutschunterricht, sondern auch grundlegende Fähigkeiten, die in österreichischen Schulen normalerweise im Kindergarten vermittelt werden.

Die Suche nach Lehrkräften ist ein weiteres Problem, das sich durch das gesamte Land zieht. Die Babyboomer-Generation geht in den Ruhestand, während gleichzeitig eine Vielzahl von jungen Migranten und Flüchtlingen in das Schulsystem integriert werden müssen. Diese Situation verschärft den Lehrermangel und stellt die Schulen vor massive Herausforderungen.

Die Politik reagiert auf die Situation, indem das Bildungsministerium das Personal für psychosoziale Unterstützung an Schulen ausbaut und in Wien achtwöchige Orientierungsklassen für Kinder mit wenig Schulerfahrung einführt. Trotz dieser Maßnahmen sind die Probleme an den Schulen in Wien und im restlichen Land weitreichend und erfordern langfristige Lösungen, um die Bildungsversorgung für alle Schüler sicherzustellen.

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