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Waltz in der Kritik: Gmail-Nutzung gefährdet nationale Sicherheit!

Mike Waltz, der Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, steht unter dem Verdacht, in einigen Fällen den Google-Dienst Gmail anstelle von sichereren, verschlüsselten Kommunikationsmitteln wie der Messaging-App Signal genutzt zu haben. Dies geht aus einem Bericht von oe24 hervor.

Experten sehen die Nutzung von Gmail für Regierungsangelegenheiten als riskant an, da diese Methode als unsicherer gilt als die Verwendung von Signal. Während Waltz selbst Gmail für weniger geheime Informationen wie seinen Terminplan verwendete, nutzten hochrangige Mitarbeiter im Nationalen Sicherheitsrat (NSC) Gmail sogar für technische Gespräche über sensible militärische Positionen und Waffensysteme. Die Berichte der Washington Post stützen sich auf Informationen aus Dokumenten und Interviews mit mehreren US-Beamten, die diese Praxis belegen.

Potential für Sicherheitsrisiken

Der NSC-Sprecher Brian Hughes betonte, dass es keine Beweise dafür gebe, dass Waltz seine persönliche E-Mail für sicherheitsrelevante Zwecke verwendet habe. Dennoch warnen Experten davor, dass die Verwendung persönlicher E-Mails bei hochrangigen Regierungsbeamten ein großes Risiko darstellt. Ausländische Geheimdienste haben ein starkes Interesse an den Kommunikationen dieser Beamten, was die Situation weiter kompliziert.

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In einem weiteren Vorfall gab Waltz zu, versehentlich einen Journalisten in eine geheime Signalgruppe zum Jemen-Angriff eingeladen zu haben. Diese Gruppe hatte zuvor geheime Absprachen getroffen, und der Journalist, Jeffrey Goldberg von "Atlantic", machte die Chats öffentlich, was die Sicherheitslage für die Mitglieder der Gruppe zusätzlich gefährdet hat. Trotz dieser Kontroversen stellte Trump seine Unterstützung für Waltz klar, äußerte intern jedoch Zweifel und soll gefragt haben: "Soll ich ihn feuern?"

Die Gefahren von unsicheren Kommunikationsmitteln

Die Nutzung unsicherer Kommunikationsmittel spiegelt eine größere Problematik wider, die die nationale Sicherheit betrifft. Der Einsatz von Gmail für sensible Informationen wurde als bedeutender Fehler angesehen, insbesondere weil Waltz zuvor öffentlich die Bedeutung von klassifizierten Informationen betont hatte und die Justizbehörden für den Umgang mit dem privaten E-Mail-Server von Hillary Clinton kritisiert hatte. Laut BSI sollten E-Mails stets in einer verschlüsselten Verbindung (HTTPS) abgerufen werden, um Risiken zu minimieren.

Die Experten des BSI raten zudem zur Verwendung sicherer E-Mail-Anwendungen, um das Risiko von Malware und anderen Bedrohungen zu verringern. In Anbetracht der jüngsten Vorfälle bei der Kommunikation im Nationalen Sicherheitsrat ist es unerlässlich, dass Regierungsbeamte ihre Kommunikationsstrategien überdenken und mehr Wert auf Sicherheitsprotokolle legen, um potenzielle Gefahren zu vermeiden.

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Jemen
Beste Referenz
oe24.at
Weitere Quellen
washingtonpost.com

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