Feldkirch

Basel vor Volksabstimmung: Kredit für ESC sorgt für kontroverse Debatte

Die EDU hat in Basel über 4.000 Unterschriften gesammelt, um eine Volksabstimmung über den umstrittenen ESC-Kredit von 34,9 Mio. Franken einzuleiten – ein echter Aufreger!

Die Diskussion um die Finanzierung des Eurovision Song Contests (ESC) 2025 in der Schweiz nimmt Fahrt auf. Die EDU, eine christlich-nationalkonservative Kleinpartei, hat erfolgreich die erforderliche Zahl an Unterschriften für eine Volksabstimmung gesammelt und wird diese demnächst offiziell zur Beglaubigung einreichen. Am Samstag wurden 4.203 Unterschriften übergeben, wobei für das Referendum lediglich 2.000 benötigt wurden. Damit ist die Volksabstimmung über den geplanten Kredit in Höhe von 34,9 Millionen Franken (etwa 37,18 Millionen Euro) für die Austragung des ESC am 24. November 2024 jetzt erstmalig gesichert.

Die EDU, die bei den letzten Nationalratswahlen einen Stimmenanteil von nur 1,2 Prozent erreichte, äußerte starke Bedenken hinsichtlich der Veranstaltung. Der Parteipräsident, Daniel Frischknecht, erklärte, dass die Politiker von Basel-Stadt den finanziellen Beitrag besser in anderen Bereichen investieren sollten. Die EDU bezeichnete den ESC als eine "Propagandaveranstaltung", für die öffentliche Gelder nicht verwendet werden sollten.

Politische Kontroversen und öffentliche Meinung

Die Bedenken der EDU rühren nicht nur von finanziellen Aspekten her. Frischknecht argumentiert, dass der ESC nicht nur eine Musikveranstaltung sei, sondern stark politisch und ideologisch aufgeladen. Dieser Standpunkt wird durch zahlreiche Kontroversen bekräftigt, die mit dem Event verbunden sind. Zum Beispiel hob er die Aufführung der Irin Bambi Thug während des diesjährigen ESC in Malmö hervor, die von vielen als provokant wahrgenommen wurde. Der EDU-Präsident äußerte, dass im Gegensatz dazu 2013 die Schweizer Heilsarmee einen Auftritt im christlichen Rahmen im ESC untersagt wurde.

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Die Debatte über den ESC wirft sowohl kulturelle als auch wirtschaftliche Fragen auf. Ein Sprecher des Schweizer Fernsehsenders SRG bestätigte, dass falls die Basler gegen den finanziellen Beitrag stimmen sollten, dies erhebliche Auswirkungen auf die Veranstaltung hätte. Der ESC könnte dann auf eine einzige große Fernsehshow am Samstagabend reduziert werden, wodurch die Anzahl der Begleitveranstaltungen wegfallen würde. Dies würde natürlich auch die wirtschaftliche Wertschöpfung für die Stadt erheblich verringern.

Die Meinungen in der Öffentlichkeit sind geteilt. Während einige die Veranstaltung als kulturelles Highlight sehen, befürchten andere, dass öffentliche Gelder für eine Veranstaltung verwendet werden, die von politischen und sozialen Spannungen umgeben ist. Die bevorstehende Abstimmung könnte somit zu einem wichtigen Indikator für die Einstellungen der Bevölkerung gegenüber dem ESC und der allgemeinen Verwendung öffentlicher Gelder werden. Mehr Details zu diesem Thema finden sich in einem ausführlichen Bericht auf k.at.


Details zur Meldung
Quelle
k.at

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