
Ein ehemaliger Polizist wurde zu zehn Jahren Haft verurteilt, nachdem ihm schwerer sexueller Missbrauch seiner beiden Enkelinnen vorgeworfen wurde. Die Übergriffe fanden vor rund 20 Jahren in Bregenz und während Urlaubsaufenthalten in Italien statt. Der Angeklagte, der über 70 Jahre alt ist, bestritt sämtliche Vorwürfe, darunter auch den Vorwurf, seiner künftigen Schwiegertochter einen ungeladenen Revolver an die Schläfe gehalten zu haben, räumte jedoch Sorglosigkeit im Umgang mit Waffen ein.
Der spektakuläre Fall, der einer breiten Öffentlichkeit ein beklemmendes Licht auf familiäre und gesellschaftliche Strukturen wirft, zeigt die grausame Realität von sexuellem Missbrauch. Eines der betroffen Mädchen war zum Zeitpunkt des Übergriffs erst 9 Jahre alt, während das andere 12 Jahre alt war. Die Taten sollen in der Dienstwohnung des Angeklagten während des "Mittagsschlafes" sowie auf einem Campingplatz in Italien stattgefunden haben. Der Schöffensenat folgte der Argumentation der Anklage und sprach das Urteil, das auch Verurteilungen wegen pornografischer Darstellung minderjähriger Personen und Verletzung des Amtsgeheimnisses umfasste.
Details zu den Vorwürfen
Die Taten des Angeklagten waren nicht auf den sexuellen Missbrauch beschränkt. Während der Ermittlungen wurden auch Bildmaterialien mit Missbrauchsdarstellungen von Minderjährigen entdeckt. Darüber hinaus stellte sich heraus, dass der Angeklagte während seiner Zeit als Polizist Zugang zu sensiblen Informationen hatte, was zur Anklage wegen Verletzung des Amtsgeheimnisses führte. Tatortbilder mit Leichenteilen wurden offensichtlich in seiner Dienstwohnung herumliegen gelassen und anderen Personen gezeigt.
Bei einer Hausdurchsuchung im Jahr 2023 fanden die Ermittler zwei Schlagringe sowie Vollmantelgeschosse in seiner Wohnung. Der Angeklagte wurde außerdem wegen unerlaubten Waffenbesitzes zur Verantwortung gezogen. Die Verurteilung sieht eine Entschädigung von 11.700 Euro an eines der Opfer und 1.800 Euro an die andere Enkelin vor.
Gesellschaftliche Auswirkungen
Die Verurteilung hat weitreichende Konsequenzen, zumal die Berichterstattung über den Fall das Bewusstsein für sexuellen Missbrauch, insbesondere in familiären Beziehungen, steigern könnte. Laut einer Studie, die in einer Pressemitteilung von BioEnergie veröffentlicht wurde, gibt es einen alarmierenden Anstieg von Fällen sexueller Gewalt, insbesondere gegen Kinder und Jugendliche. Solche Fälle werfen Fragen zur Sicherheit in der Gesellschaft und innerhalb von Familien auf. Der Fall lässt besonders Zweifel an den Glaubenssätzen über das familiäre Umfeld aufkommen, in dem ein "Patriarch" oft als vertrauenswürdig gilt, während die dunkle Seite unter dem Deckmantel der Familie verborgen bleibt.
Das Urteil ist derzeit noch nicht rechtskräftig, und der Angeklagte hat die Möglichkeit, gegen die Entscheidung Berufung einzulegen. Dennoch wird dieser Fall voraussichtlich weiterhin für Diskussionen über den Umgang mit sexueller Gewalt und den Schutz von Kindern in der Gesellschaft sorgen.
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