
Am Sonntag feierte die FPÖ, unter der Führung von Herbert Kickl, einen bemerkenswerten Sieg bei der steirischen Landtagswahl. Mit einem vorläufigen Ergebnis von rund 35 Prozent sicherte sich die FPÖ die meisten Stimmen, wobei sie in ländlichen Gegenden besonders dominant war. In der Stadt jedoch fiel die Zustimmung etwas geringer aus, was die Partei nicht daran hinderte, einen erheblichen Erfolg zu verbuchen.
Die Wahlanalyse zeigt, dass die FPÖ in den ländlichen Regionen fast die 40-Prozent-Marke erreichte und mit 38,5 Prozent überwältigend triumphierte. Dem gegenüber steht ein Resultat von 29,5 Prozent in den städtischen Gebieten, wo die SPÖ den zweiten Platz belegte. Die ÖVP erreichte in den ländlichen Gemeinden den zweiten Platz.
Ergebnisse in Spitalsgemeinden
Besonders hervorzuheben ist das Ergebnis in Rottenmann, wo die FPÖ ihren Stimmenanteil auf beeindruckende 63,2 Prozent mehr als verdoppeln konnte. In der Nachbargemeinde Trieben stimmten 53 Prozent für die FPÖ, während in Schladming 51 Prozent erzielt wurden. Diese Ergebnisse könnten stark von der Debatte um das geplante Leitspital in der Region beeinflusst worden sein.
Die geplanten Schließungen von drei Spitalsstandorten in Rottenmann, Bad Aussee und Schladming, zugunsten der Errichtung eines neuen Gesundheitszentrums in Stainach-Pürgg, wurden von der Bevölkerung heftig diskutiert. Der Landeshauptmann Christopher Drexler von der ÖVP machte den Bau des neuen Leitspitals zur Voraussetzung für eine Koalitionsbildung, während die FPÖ, angeführt von Mario Kunasek, das Vorhaben vehement ablehnte und versprach, es zu stoppen.
In anderen ländlich geprägten Gebieten, wie in Straß und Leutschach, erreichte die FPÖ ebenfalls herausragende Resultate mit je 46 Prozent der Stimmen. Es ist klar, dass das Thema Gesundheitspolitik eine zentrale Rolle in der Wahl gespielt hat.
ÖVP und ihre Verluste
Trotz eines landesweiten Ergebnisses von 30,4 Prozent, das in ländlichen Gebieten akzeptabel erschien, fiel die Zustimmung in den Städten auf beunruhigende 21 Prozent, was zur Folge hatte, dass SPÖ in einigen Gemeinden, insbesondere in Graz und Leoben, Zuwächse verzeichnete. Die SPÖ konnte in Bruck an der Mur die FPÖ übertreffen und kämpfte sich insgesamt mit 24,6 Prozent auf den zweiten Platz vor.
In den Städten schnitten die kleineren Parteien ebenfalls besser ab als im ländlichen Raum. Die Grünen erzielten 9,2 Prozent in den Städten, während die NEOS auf 7,7 Prozent kamen. Die KPÖ konnte sich in den städtischen Gebieten mit 7,7 Prozent behaupten und erreichte in Graz und Umgebung das benötigte Grundmandat.
Die Dynamik dieser Wahl und die entworfenen Pläne für das Gesundheitssystem in der Steiermark haben einen markanten Einfluss auf die politische Landschaft der Region gehabt. Viele Wähler scheinen sich von den Versprechungen und dem Konzept der FPÖ angezogen gefühlt zu haben, während andere Parteien unter Druck standen, ihre Programme und Ansichten zu überarbeiten.
Weitere Informationen zu den spezifischen Ergebnissen und den politischen Auswirkungen sind in einem Artikel auf www.puls24.at zu finden.
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