Graz-Umgebung

Österreichs Bahnindustrie: Innovationen, Patente und weltweiter Exporterfolg

Österreichs Bahnindustrie rockt: Siemens Mobility gewinnt den Staatspreis für Innovation 2024 in Wien mit einem revolutionären bionischen U-Bahn-Wagenkasten! 🚆✨

Österreichs Bahnindustrie hat kürzlich bemerkenswerte Anerkennung erhalten, die nicht unbeachtet bleibt. Wirtschaftsminister Martin Kocher verlieh die Staatspreise für Innovation 2024, bei denen die Siemens Mobility, ein bedeutender Akteur in der Branche, im Rampenlicht stand. Dies verdeutlicht, dass Österreich nicht nur ein Autoland, sondern auch ein echtes Bahnland ist, wenn es um Innovation und Technologieentwicklungen geht.

Die Bahnindustrie in Österreich wird von Experten als "Leuchtturm im Export" beschrieben, was sich deutlich in den Exportzahlen zeigt. So führt Österreich im Pro-Kopf-Vergleich die weltweiten Ranglisten für Schienenfahrzeuge und deren Ausrüstungen an. Laut dem Austrian Rail Report 2023 beliefen sich die jährlichen Exporte auf über 1,8 Milliarden Euro. Im Vergleich zu Größen wie Deutschland und China schneidet Österreich dennoch hervorragend ab. Österreichs Anteil am Weltmarkt ist von fünf auf fast acht Prozent gestiegen, während die Bevölkerung des Landes nur 0,11 Prozent der weltweiten Gesamtzahl ausmacht.

Innovationen und Patente

Ein weiterer Beweis für die Innovationskraft der heimischen Bahnindustrie ist die hohe Anzahl an Patenten. Im Vergleich innerhalb der EU belegt Österreich einen hervorragenden dritten Platz, direkt hinter den größeren Nationen Deutschland und Frankreich. Besonders hervorzuheben ist die Tatsache, dass die Ausgaben für Forschung und Entwicklung in der Bahnindustrie hierzulande die höchsten pro Kopf in der EU sind und durch ihre Innovationskraft einen wesentlichen Beitrag zur Wertschöpfung leisten.

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Der Verband der Bahnindustrie (VBI) hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen, indem er die Interessen von rund 40 Unternehmen bündelt. Laut einer Studie des Economica Institutes trägt dieser Sektor zu über 28.000 Arbeitsplätzen in Österreich bei und sorgt für eine Gesamtwertschöpfung von mehr als 2,7 Milliarden Euro pro Jahr. "Die Vielzahl hochinnovativer Jobs führt zu einer breiten thematischen Bandbreite in der Branche," erläutert der VBI-Präsident Hannes Boyer.

Ein Beispiel für relevante Innovation ist der „bionische Wagenkasten“ von Siemens Mobility, dessen Entwicklung in Kooperation mit der TU Wien stattfand und mit dem Staatspreis Innovation ausgezeichnet wurde. Der 20-prozentige Rückgang des Rohbaugewichts eines U-Bahn-Wagenkastens führt nicht nur zu geringeren Produktionskosten, sondern spart auch wertvolle Rohstoffe sowie Energie und senkt den CO2-Ausstoß. Diese neuartige Technologie wurde bereits auf der Londoner Piccadilly Line implementiert, mit einem voraussichtlichen Start des Fahrgastbetriebs im Jahr 2025.

Die Erfolge der österreichischen Bahnindustrie sind nicht nur auf ihre Exporte beschränkt, sondern auch auf ihr Engagement in umweltfreundlichen Innovationen, die dazu beitragen, die Branche als Vorreiter im Klimaschutz zu positionieren. Tanja Kienegger, die Leiterin von Siemens Mobility Österreich, hebt hervor, dass der Staatspreis Innovation ihrer Belegschaft in Wien und Graz starken Rückenwind gibt.

Die Kombination aus innovativen Technologien, hohen Exporten und einem soliden Fundament an Patenten und Forschung zeigt, dass Österreich nicht nur in der Bahnindustrie eine Schlüsselrolle spielt, sondern auch im internationalen Kontext eine starke Stimme hat. Die Entwicklungen in dieser Branche sind von immenser Bedeutung und werfen ein positives Licht auf die Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit des österreichischen Marktes.


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Quelle
kleinezeitung.at

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