
Die geplanten Fusionsgespräche zwischen den Gemeinden Mondsee und Tiefgraben sind vorerst gescheitert. Dies wurde während einer Sitzung der Gemeinderäte in beiden Gemeinden beschlossen. oe24 berichtet. Die Gründe für die Ablehnung einer Fusion wurden jedoch nicht spezifiziert, was zur Verunsicherung unter den Bürgern beitrug. Ein Modell zur Abfrage der Meinungen der Bevölkerung, wie eine Volksbefragung, wurde zwar anvisiert, jedoch nicht umgesetzt.
Die Marktgemeinde Mondsee hatte einen Antrag zur Durchführung einer Volksbefragung für die Fusion einstimmig im Gemeinderat beschlossen. Doch kurz vor der Sitzung wurde ein Dringlichkeitsantrag zur Fusion in Tiefgraben zurückgezogen und somit nicht behandelt. ORF meldet. Die Diskussion über eine mögliche Fusion war bereits zuvor angestoßen worden, aber ohne klare Ergebnisse blieben die Bürger verunsichert darüber, was als Nächstes kommen könnte.
Transparenz und Bedenken
Die SPÖ bezeichnete die Gespräche als intransparent und kritisierte, dass die Gemeinderäte sowie die Bevölkerung nicht in die Diskussionen einbezogen wurden. Der Obmann der SPÖ Mondseeland, Johann Maier, äußerte, dass inoffizielle Geheimgespräche zwischen den ÖVP-Gruppen stattfanden, was das Misstrauen innerhalb der Gemeinden schürte. Unklar bleibt, ob die Fusion rechtlich geprüft worden wäre, was die Initiative als unsicher erscheinen ließ. Laut oe24 war die Intransparenz ein zentraler Kritikpunkt.
Die aktuelle Regelung zur direkten Demokratie auf kommunaler Ebene zeigt, dass es zwar Möglichkeiten gibt, die Bevölkerung in Entscheidungen einzubinden, aber diese oft nicht ausreichend genutzt werden. Zum Beispiel sind Bürgerinitiativen in fast allen Gemeinden möglich, aber die Einleitungshürden sind unterschiedlich hoch. In Oberösterreich sind es lediglich 2% der Wahlberechtigten, die eine Initiative starten können, während in anderen Bundesländern deutlich höhere Hürden bestehen. Kommunal beschreibt die Situation.
Die Zukunft der Gemeinden
Für die Bürger in Mondsee und Tiefgraben bleibt abzuwarten, welche Alternativen die Gemeinderäte in Zukunft ins Auge fassen werden, um die Interessen der Bevölkerung zu vertreten. Während die Fusion vorerst vom Tisch ist, zeigt sich die Notwendigkeit für transparentere Kommunikation und mehr Beteiligung der Bevölkerung. Die in Oberösterreich häufig genutzten Instrumente der direkten Demokratie könnten hier Abhilfe schaffen, doch ihre Nutzung bleibt noch hinter den Möglichkeiten zurück.In der Analyse von Kommunal wird deutlich, dass die direkte Demokratie in Gemeinden ausgeprägter gefördert werden könnte, um eine aktive Mitbestimmung der Bürger zu ermöglichen.
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