
Am 4. April 2025 ereignete sich gegen 14.30 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall auf der Drautal Straße (B100) bei Stadelbach. Ein 20-jähriger Mann aus Villach erlitt Sekundenschlaf, was zu einer Kollision mit dem Fahrzeug einer 25-jährigen Frau aus Spittal führte. Laut klick-kaernten.at blieben beide Unfalllenker unverletzt, während die 52-jährige Mutter der Frau Verletzungen an Händen, Rücken und Nacken erlitt.
Der Unfallhergang schildert, dass der junge Mann auf die linke Fahrspur lenkte, was die Kollision mit dem entgegenkommenden PKW zur Folge hatte. Der Sachschaden ist erheblich, beide Fahrzeuge wurden als Totalschaden eingestuft. Die B100 war während der Unfallaufnahme und Fahrzeugbergung für zwei Stunden gesperrt. Feuerwehrkräfte, darunter die Feuerwehren Töplitz und Kellerberg mit drei Fahrzeugen und 29 Kameraden, waren im Einsatz, wie kaernten.orf.at berichtet.
Die Gefahren von Sekundenschlaf
Sekundenschlaf, ein Phänomen, das durch kurze, unkontrollierbare Nickerchen am Steuer gekennzeichnet ist, stellt ein erhebliches Risiko im Straßenverkehr dar. Schätzungen zufolge sind etwa vier Prozent der Verkehrstoten in Österreich auf Sekundenschlaf zurückzuführen, wobei die Dunkelziffer möglicherweise zwischen 15 und 40 Prozent liegt. Dies zeigt die Dringlichkeit, sich mit den Ursachen von Müdigkeit im Straßenverkehr auseinanderzusetzen, wie die Presse erläutert.
Trotz der Gefahren werden Übermüdung und Sekundenschlaf häufig nicht als Unfallursache erkannt. Im vorangegangenen Jahr verloren 633 Personen in Österreich ihr Leben im Straßenverkehr, bei 25 von ihnen wurde Übermüdung als mögliche Ursache vermutet. Besonders zwischen null und fünf Uhr morgens steigt die Zahl der Verkehrstoten signifikant an. Studien des AKH und des ÖAMTC untersuchen derzeit, wie das Risiko für Sekundenschlaf frühzeitig erkannt werden kann und ob kurze Nickerchen eventuell helfen könnten.
Präventive Maßnahmen und Technologien
Um das Bewusstsein für diese Thematik zu schärfen, forschen Experten an der Entwicklung von Technologien, die Autofahrer bei Müdigkeit warnen. Der ÖAMTC hat bereits mit Tests begonnen, um zu überprüfen, wie Menschen auf Müdigkeit reagieren und welche Signale eine verminderte Fahrtauglichkeit anzeigen können. Aktuell bestehende Systeme, wie sie etwa von Mercedes entwickelt werden, zielen darauf ab, Pausenzeiten automatisch zu erkennen und die Fahrer anzusprechen.
Die Tragödie des Unfalls am 4. April unterstreicht die Gefahren, die der Sekundenschlaf mit sich bringt. Eine umfassende Aufklärung und präventive Maßnahmen sind entscheidend, um die Zahl der Verkehrsunfälle zu reduzieren und das Sicherheitsgefühl auf den Straßen zu erhöhen.
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