Villach-Land

Wiedereröffnung des Plöckenpasses: Gespräche bringen Hoffnung für Kärnten

Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser hat in Rom neue Hoffnungen auf die Wiedereröffnung des steinschlagbedingt gesperrten Plöckenpasses geweckt – und das bis Ende des Jahres!

In den letzten Tagen gab es bedeutende Entwicklungen in Bezug auf den Plöckenpass, der aufgrund eines Erdrutsches im Dezember des vergangenen Jahres gesperrt ist. Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser führte Gespräche im italienischen Verkehrsministerium in Rom, um die Situation zu erörtern. Er äußerte sich optimistisch und erklärte, dass der Plöckenpass bis Ende dieses Jahres wieder befahrbar sein wird, was eine positive Nachricht für die Region darstellt.

Der Plöckenpass, der eine wichtige Verbindung zwischen Kötschach-Mauthen in Österreich und Paluzza in der italienischen Provinz Udine darstellt, ist nicht nur eine Verkehrsader, sondern hat auch wirtschaftliche und touristische Bedeutung für beide Seiten der Grenze. „Trotz der Herausforderungen durch das Wetter arbeiten wir daran, eine provisorische Lösung für die Verbindung zu schaffen“, sagte Kaiser weiter.

Geplante Maßnahmen zur Sicherheit

Um die Sicherheit auf der Straße zu gewährleisten, sind mehrere Maßnahmen geplant. Dazu zählen der Einbau von modernen Steinschlagbarrieren, Schneestoppnetzen sowie Frühwarnsensoren, die vor neuen Erdrutschen warnen sollen. Diese Schritte sollen nicht nur kurzfristige Lösungen bieten, sondern auch die Sicherheit für die Zukunft erhöhen. Die Straße, die auch als Staatsstraße bekannt ist, wird somit auf die Anforderungen des geologischen Gebiets angepasst. „Wir prüfen derzeit drei Varianten für eine langfristige Lösung: Eine Straßenumfahrung, einen Scheiteltunnel und einen Basistunnel“, erklärte Kaiser. Experten arbeiten an konkreten Vorschlägen, um die beste Lösung zu finden.

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An den Gesprächen nahmen auch der Kärntner Verkehrsreferent Martin Gruber und italienische Behörden teil. Diese multilaterale Zusammenarbeit zeigt, dass die Bereitschaft besteht, die Probleme der betroffenen Bevölkerung schnell zu lösen. Viele Menschen in der Umgebung sind von der Schließung des Plöckenpasses stark betroffen und leiden unter den Einschränkungen.

Mit einer Höhe von 1.357 Metern über dem Meeresspiegel gilt der Plöckenpass als eine der ältesten Handelsrouten, die bereits von den Römern genutzt wurde. Die Passstraße ist insgesamt 37 Kilometer lang und überwindet den Karnischen Hauptkamm. Die Wiedereröffnung dieses wichtigen Verkehrsknotens wird daher sowohl für den Tourismus als auch für den Warenverkehr von großer Bedeutung sein.

In Verbindung mit dem Projekt „Rail Log Park“ in Fürnitz, das den wirtschaftlichen Austausch zwischen Kärnten und Friaul fördern soll, wird außerdem ein zollfreier Korridor zum Hafen Triest geplant. Dies würde die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Italien und Österreich wesentlich stärken und zeigen, dass Kärnten sich als verbindendes Element in der Region versteht.

Die Delegation, die in Rom war, um diese Themen zu besprechen, umfasste auch Gesundheitsreferentin Beate Prettner, die über die Verbesserung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Katastrophenschutz informierte. Diese Bemühungen spiegeln ein wachsendes Engagement für Zusammenarbeit und Sicherheit in der Region wider.

Peter Kaiser nutzte die Gelegenheit in Rom auch für einen Empfang anlässlich des österreichischen Nationalfeiertages, bei dem Kärntner Spezialitäten und Volksmusik zu sehen waren. Solche Veranstaltungen fördern nicht nur den Tourismus, sondern stärken auch den kulturellen Austausch zwischen den Ländern.

Der Plöckenpass ist also nicht nur ein geografischer Punkt, sondern ein strategisches Element für die bilateralen Beziehungen zwischen Österreich und Italien. Die raschen Maßnahmen, die jetzt eingeleitet werden, zeigen, wie wichtig es ist, diese Verbindungen zu erhalten und weiter auszubauen. Weitere Informationen zu diesem Thema können in einem aktuellen Bericht auf www.suedtirolnews.it nachgelesen werden.


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Quelle
suedtirolnews.it

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