
Der Kunstverein Kärnten hat am 17. Januar 2025 die spannende Ausstellung „Parallele Fiktionen der Natur“ eröffnet, die bis zum 13. März in Klagenfurt zu sehen ist. Diese Ausstellung vereint elf Künstlerinnen und Künstler aus Finnland und Österreich, die sich mit dem faszinierenden Thema auseinandersetzen, wie Natur in einen Ausstellungskontext übersetzt werden kann. Dabei wird weniger ein realistisches Abbild angestrebt, sondern ein fiktiver, persönlicher Zugang präsentiert, der die Besucher tief in die Thematik eintauchen lässt. Wie die Webseite des Kunstvereins Kärnten berichtet, handeln die Werke von Hannah Stippl, die die Bedrohlichkeit von Überschwemmungen thematisiert, bis hin zu Sophie Tiller, die Naturkundebücher auf innovative Weise interpretiert, indem sie sie mit Erde und Pflanzen versehen hat.
Kreative Auseinandersetzungen mit Natur und Mensch
In der Ausstellung setzen viele Beteiligte ihre ganz eigenen Akzente. So bringt die finnische Künstlerin Veera Komulainen mythologische Inspirationen ein, während Simon Goritschnig die Menschheit in ihrem Streben nach dem Unbekannten reflektiert. Außerdem arbeitet Sophie Dvorak mit einer minimalistischen Perspektive, die einen distanzierten Blick auf das Mensch-Sein wirft. Besonders bemerkenswert ist die Installation von Minna Kangasmaa, deren Tonarbeit nach der Eröffnung zu Boden fiel und damit die Idee verkörpert, dass die Natur sich selbst Raum schafft. Der ORF Kärnten hebt hervor, dass die Kuratorin Claudia-Maria Luenig die prozesshafte Natur der Werke betont, um die Besucher aktiv in das Geschehen einzubeziehen.
Zeitgleich wird in der Kleinen Galerie des Künstlerhauses die Ausstellung „renewed“ von Kurt Spitaler gezeigt. Seine Arbeiten bestehen aus Alltagsgegenständen, die in neue, teilweise skurrile Formen gebracht werden. Diese zweite Ausstellung ergänzt das Gesamtbild und lädt zu einem bewussten Umgang mit dem, was wir als selbstverständlich erachten, ein. So eröffnet sich die Möglichkeit, mit einem frischen Blick auf gesellschaftliche Realitäten und zukünftige Fragestellungen zu schauen. Der Kunstverein öffnet seine Türen von Mittwoch bis Samstag und bietet somit zahlreiche Chancen, sich mit diesen innovativen Perspektiven der Natur auseinanderzusetzen.
Ort des Geschehens
Details zur Meldung