
Am Dienstag, den 5. April 2025, ereignete sich auf der Südautobahn im Bezirk Neunkirchen, Niederösterreich, ein schwerer Verkehrsunfall, der tragische Konsequenzen hatte. Bei der Kollision eines Minibusses mit einem Lastwagen starben vier Menschen. Eine weitere Person liegt in einem Wiener Krankenhaus und kämpft um ihr Leben, während drei weitere Passagiere schwer verletzt wurden. Alle Insassen des Fahrzeugs, einschließlich des Fahrers, sind ukrainische Staatsbürger. Der Fahrer, ein Mann zwischen 50 und 60 Jahren, wurde am Donnerstag in Untersuchungshaft genommen.
Der Fahrer ist erfahren und befördert seit 10 bis 20 Jahren Frauen aus der Ukraine nach Italien, wo diese als Altenpflegerinnen arbeiten. Die Ermittlungen zur Unfallursache zeigen, dass der Fahrer beschuldigt wird, den fatalen Vorfall durch Sekundenschlaf verursacht zu haben. Er selbst bestreitet diese Behauptung und gibt an, versucht zu haben, zu bremsen und auszuweichen. Ein weiterer Aspekt der Ermittlungen betrifft den Umbau des Fahrzeugs, der in Österreich illegal ist, jedoch in der Ukraine legal. Eine Metallplatte, die die letzte Sitzreihe vom Kofferraum trennte, wird als Ursache für die schweren Verletzungen angesehen.
Details zum Fahrzeugumbau
Diese Blechplatte konnte die letzte Sitzreihe des Minibusses wegreißen und sie Vorne schleudern. Eine Frau erlitt durch den Unfall schwerste Verletzungen, darunter den Verlust beider Beine. Die Konsequenzen des unzulässigen Umbaus haben laut Experten nicht nur zu Verletzungen geführt, sondern auch zu den Todesfällen. Der Fahrer hatte den Mercedes Sprinter, Baujahr 2009, bereits mit diesem Umbau erworben.
Der Straf- und Verkehrsrechtsexperte Roman Tenschert hat den Fahrer verteidigt und äußerte sich überrascht über dessen Untersuchungshaft. Er betont, dass der Fahrer unbescholten ist und seit 25 Jahren unfallfrei fuhr. Die Inhaftierung wird mit Flucht- und Verdunkelungsgefahr begründet, da er nicht aus Österreich stammt und Verbindungen zu den Opfern hatte. Im Gegensatz dazu bleibt der Lkw-Fahrer aus Peru auf freiem Fuß.
Hintergrund zu Straßenverkehrsunfällen
Die Erfassung von Straßenverkehrsunfällen mit Personenschäden hat in Österreich große Bedeutung. Daten zu Verkehrsunfällen werden elektronisch von den Polizeiorganen erfasst und täglich an Statistik Austria übermittelt. Diese Maßnahme dient dazu, das Unfallgeschehen kontinuierlich zu beobachten und verlässliche Datengrundlagen für Unfallforschung und -prävention bereitzustellen. Die Ergebnisse werden quartalsweise und jährlich veröffentlicht, wobei das Straßenverkehrsunfallstatistik-Gesetz die gesetzliche Grundlage bildet.
Verschiedene Faktoren, wie der illegaler Umbau von Fahrzeugen, erhöhen die Risiken im Straßenverkehr erheblich und verdeutlichen die Notwendigkeit strengerer Kontrollen und Regelungen. Der tragische Vorfall auf der Südautobahn erinnert uns eindringlich daran, wie schnell aus einem normalen Transporterlebnis eine Katastrophe entstehen kann.
Die Folge dieses Unfalls wird voraussichtlich weitreichende Diskussionen über die Sicherheit von Fahrzeugumbauten und die Verantwortung von Fahrern in solchen Situationen auslösen. Der Fall bleibt jedoch weiterhin unter Beobachtung und wird sicherlich die Berichterstattung über Verkehrssicherheit in Österreich prägen.
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