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Michel Friedman hat in einem explosiven Interview mit der "Presse" scharfe Kritik an der FPÖ geübt und Ex-Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) beschuldigt, der rechtspopulistischen Partei den Weg geebnet zu haben. Er erklärte: "Der sich überschätzende Sebastian Kurz hat sich in die Hände von Menschenhassern begeben – und wunderte sich dann, dass er auch ein Vergifteter und Vergiftender wurde." Friedman bezeichnet die FPÖ als rassistisch und warf ihr vor, Menschen gegeneinander aufzuhetzen, mit einer "Neonazi-Nostalgie", die man sonst nur vereinzelt bei der AfD finde. Wie auf vienna.at berichtet.
Friedman, der vergangene Woche aus Protest gegen die gemeinsame Abstimmung der CDU mit der AfD aus der Partei austrat, warnte vor der möglichen Kanzlerschaft von Herbert Kickl und bezeichnete die FPÖ als außerhalb des demokratischen Spektrums. "Jede Zusammenarbeit mit dieser Partei ist ein Sauerstoffzelt für die Extremisten und niemals für die Demokraten", so seine deutlichen Worte. Die Unterstützung von ehemaligen Parteikollegen bewertet er als Heuchelei und meint, dass viele Mitglieder und Wähler über das Verhalten der CDU irritiert seien. Er betonte: "Den Radikalen hinterherzulaufen ist völlig sinnlos, weil sie immer noch eins draufsetzen." Die Presse berichtete ebenfalls über diese brisante Aussage.
Politische Scherben
Die Aussagen von Friedman beleuchten die tiefen Spannungen innerhalb der politischen Landschaft und werfen Fragen über die Loyalität der ehemaligen Parteikollegen auf. In dieser kritischen Phase wird das politische Klima zwischen den etablierten Parteien und den populistischen Bewegungen in Österreich zunehmend angespannt. Friedmans Rücktritt aus der CDU ist ein klares Zeichen dafür, dass nicht alle Mitglieder der etablierten Politik mit den Kompromissen in Bezug auf Extremismus einverstanden sind.
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