Die Diskussion um die Bundesliga-Reform hat in den letzten Wochen an Intensität gewonnen. Laut oe24 steht eine mögliche Aufstockung der Liga auf bis zu 16 oder sogar 18 Teams im Raum. Diese Diskussion folgt auf die Unzufriedenheit mit der Reform von 2018, die die Liga auf zwölf Teams reduzierte und eine Playoff-Splittung einführte. Ein Vertreter eines Klubs betont, dass in der Debatte viel Bewegung herrscht und eine Mehrheit für die Veränderungen notwendig ist.

Vorteilhafte Stimmen kommen insbesondere von kleineren Klubs wie Altach, Ried und Grazer AK, die die Reform unterstützen. Im Gegensatz dazu haben große Vereine wie Salzburg, Rapid und Sturm Bedenken, dass eine derartige Aufstockung zu einem sinkenden Niveau führen könnte. Für die Veränderungen ist eine Zweidrittelmehrheit erforderlich; es wird vermutet, dass möglicherweise nur zwei bis drei Klubs gegen die Reform ankämpfen müssen, um sie zu blockieren. Dabei hat die Stimme der Erstliga-Klubs doppelt so viel Gewicht, was die Dynamik der Abstimmung beeinflusst.

Künftige Herausforderungen

Ein entscheidender Punkt in der Diskussion ist die Frage der TV-Gelder und deren Aufteilung. Der Vertrag mit Sky, der im Sommer in Kraft tritt und drei Jahre läuft, könnte sich ebenfalls als Hindernis erweisen. Um eine Reform bis 2029 einzuführen, müsste eine Einigung bis 2028 gefunden werden. Ein weiteres Risiko für die Reform ist die mögliche Reduzierung der aktuellen 28 Profi-Klubs, von denen 12 in der Bundesliga und 16 in der 2. Liga spielen. Es gibt jedoch keine Mehrheit für den Wegfall der 2. Liga, was die Pläne komplizierter macht.

Strukturelle Neuausrichtung bei der DFL

Parallel zu den Diskussionen um die Bundesliga gibt es bedeutende strukturelle Veränderungen innerhalb der DFL, wie dfl.de berichtet. Am 26. September 2025 wurde eine Anpassung der Unternehmensstruktur angekündigt, die eine strukturelle Neuausrichtung in den Bereichen Verbands- und Clubwesen, Sport und Vermarktung zum Ziel hat. Die DFL-Gruppe plant, drei zentrale Geschäftseinheiten zu schaffen: die DFL Deutsche Fußball Liga GmbH, eine neue Vertriebs- und Digitaleinheit sowie die bestehende Sportcast GmbH.

Diese Veränderungen sind ein Teil der Bestrebungen, die DFL für die zukünftigen Herausforderungen im Fußball besser aufzustellen. Marc Lenz und Steffen Merkel wurden als gemeinsame Geschäftsführer der DFL GmbH und der neuen Tochtergesellschaften benannt. Die DFL Stiftung, Liga Travel und die DFL-Minderheitsbeteiligungen bleiben von diesen Anpassungen unberührt. Philip Sagioglou wird am 1. Dezember 2025 als Direktor zur DFL zurückkehren und die Bereiche Kommunikation und Unternehmensentwicklung verantworten. Die Einführung dieser neuen Struktur ist für Anfang 2026 vorgesehen.

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