Brunner wird Vizepräsident der EVP: Ein Sieg für Österreich in Europa!
Magnus Brunner wurde zum Vizepräsidenten der EVP gewählt. Bedeutung für Österreich und europäische Politik steht im Fokus.
Brunner wird Vizepräsident der EVP: Ein Sieg für Österreich in Europa!
Engagiert für Europa: Magnus Brunner wurde am Mittwoch als Vizepräsident der Europäischen Volkspartei (EVP) gewählt. Der ehemalige österreichische Finanzminister erhielt beim EVP-Kongress in Valencia 356 von 546 Stimmen. Seine Wahl markiert einen wichtigen Schritt in der politischen Karriere des 44-jährigen. Brunner betonte die Rolle der EVP als verlässlichen Partner für Demokratie und Freiheit in Europa und unterstrich somit die zentrale Bedeutung dieser Institution.
Brunner war einer von zwölf Kandidaten für die Vizepräsidentenposten und konnte sich mit der siebentmeisten Stimmenanzahl durchsetzen. Neben ihm wurden auch Kostis Hatzidakis aus Griechenland, Mairead McGuinness aus Irland und Paulo Rangel aus Portugal neu in die Vizepräsidentenposte gewählt. In der EVP sind insgesamt zehn Vizepräsidenten nun vertreten, zu denen bereits etablierte Mitglieder wie Petteri Orpo (Finnland), Antonio Tajani (Italien) und David McAllister (Deutschland) zählen. Während Mariya Gabriel (Bulgarien) und Wouter Beke (Belgien) nicht genügend Stimmen erhielten, wird Brunner ab sofort auch an vorbereitenden Treffen des EVP-Präsidiums vor EU-Gipfeln teilnehmen.
Einfluss auf die Migrationspolitik
Zusätzlich zu seiner Rolle als Vizepräsident wird Magnus Brunner in der geplanten EU-Kommission als Kommissar für Inneres und Migration verantwortlich sein. Damit übernimmt er eine bedeutende Position, insbesondere in den aktuellen politischen Kontexten wie der Migration und den Herausforderungen durch den Krieg in der Ukraine, den transatlantischen Beziehungen sowie Bedrohungen durch Terrorismus und Extremismus, die in den letzten Wochen und Monaten verstärkt thematisiert wurden. Bundeskanzler Christian Stocker lobt Brunner als erfahrenen Europäer, der bereit sei, Verantwortung zu übernehmen.
Reinhold Lopatka, der ÖVP-Delegationsleiter im Europaparlament, betont die enorme Wichtigkeit von Brunners neuem Amt in der Migrationsfrage. Brunner wird als Schlüsselressource für politische Erfolge innerhalb der EVP angesehen, besonders im Hinblick auf die geplante Integration weiter EU-Mitglieder, darunter die Westbalkan-Staaten. Hierbei ist Lopatka optimistisch, dass Gespräche und Beitrittsverhandlungen, insbesondere mit Montenegro, fruchtbar sein werden.
Zusammenhalt und Zusammenarbeit
Europaministerin Claudia Plakolm hebt die Bedeutung von Brunner für Österreich innerhalb der europäischen Gemeinschaft hervor und betont, wie wichtig Zusammenarbeit und Zusammenhalt in diesen turbulenten Zeiten sind. Brunner ist bekannt für seinen Politikstil, der auf konstruktiven Lösungen und sachlichen Diskurs abzielt.
Mit der erfolgreichen Wahl von Manfred Weber als EVP-Parteichef, der mit einem eindrucksvollen Ergebnis bestätigt wurde, zeigte der Kongress in Valencia außerdem eine starke Einheit und klare Richtung innerhalb der EVP. Nico Marchetti, Generalsekretär der Volkspartei, wünschte Brunner viel Erfolg in seiner neuen Position und gratulierte Dolors Montserrat zur Wahl als neue EVP-Generalsekretärin.
Die EVP bleibt mit 188 von 720 Abgeordneten die stärkste Fraktion im Europäischen Parlament. In diesem Kontext wird Brunners Engagement für Österreich große Bedeutung haben und die politischen Handlungsmöglichkeiten der EVP maßgeblich beeinflussen.