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Krebskranke im Fokus: Ist die ketogene Diät der Schlüssel zur Heilung?

Am 5. April 2025 wird das ORF-Gesundheitsmagazin „Bewusst gesund“ um 17.30 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON eine spannende Episode zu verschiedenen Gesundheitsthemen ausstrahlen. Dr. Christine Reiler präsentiert in dieser Ausgabe neben Roboterchirurgie und der Bekämpfung von Frühjahrsmüdigkeit auch die Anwendung der ketogenen Diät bei Krebs. Die Kombination aus einem energiearmen, fettreichen Ernährungskonzept sowie dem Verzicht auf Kohlenhydrate soll Krebspatienten helfen, indem sie versuchen, das Wachstum von Krebszellen zu hemmen, die Zucker benötigen.

Die ketogene Diät hat in den letzten Jahren an Popularität gewonnen, insbesondere unter Krebspatienten. Befürworter der Diät argumentieren, dass das Aushungern von Tumoren durch eine reduzierte Zufuhr von Zucker wirksam sein könnte. Studien zeigen unterschiedliche Ergebnisse, abhängig von der Krebsart. Generell gilt jedoch, dass Diäten diese klassische Tumortherapie unterstützen können, sie sollten aber nicht als alleinige Behandlungsmethode eingesetzt werden, wie ots.at betont.

Vor- und Nachteile der ketogenen Diät

Die ketogene Diät kann ernährungsphysiologische Änderungen im Körper bewirken, wie die Senkung der Glukoseverfügbarkeit für Tumoren. Wissenschaftliche Arbeiten, darunter auch von der Deutschen Krebsgesellschaft, warnen jedoch ausdrücklich vor der ausschließlichen Anwendung solcher Diäten ohne begleitende klinische Studien. Insbesondere müssen auch die potenziellen Risiken berücksichtigt werden. Eine sehr restriktive Ernährungsweise kann zu Nährstoffmängeln, Essstörungen oder zu geringer Energieaufnahme führen. Bestimmte Gruppen sollten von einer ketogenen Diät Abstand nehmen, wie beispielsweise:

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  • Kinder
  • Schwangere
  • Menschen mit Untergewicht
  • Patienten mit spezifischen Erkrankungen (Leber-, Pankreas-, Schilddrüsen- oder Nierenerkrankungen)
  • Menschen mit Gallenbeschwerden oder Störungen des Fettstoffwechsels
  • Personen mit Hyperinsulinismus oder chronischem Stress

Die ptaheute.de zählt diese Personengruppen auf, die besondere Risiken tragen, wenn sie sich ketogen ernähren. Während viele Krebspatienten eine Verbesserung ihres Ernährungszustands anstreben, sollten sie sicherstellen, dass ihre Diät nicht gesundheitsschädlich ist und ihren Körper weiter schwächt.

Ernährungsrichtlinien und individuelle Ansätze

Die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung bei Krebs kann nicht genug betont werden. Ernährungsberatung für Krebspatienten empfiehlt eine fett- und proteinreiche, kohlenhydratarme Kost, um den Energiebedarf zu decken und die Lebensqualität zu verbessern. So komplex wie die Erkrankung selbst sind auch die damit verbundenen Ernährungsbedürfnisse. Lebensmittel mit potenziell krebshemmenden Eigenschaften, wie Kohl, Zwiebeln, fetter Fisch und Beeren, sollten in den Speiseplan integriert werden.

Eine Überwachung durch Gesundheitsexperten wird dringend empfohlen, da übermäßiger Gebrauch von Nahrungsergänzungsmitteln auch schädliche Nebenwirkungen haben kann. Die Lebensqualität der Patienten steht im Vordergrund, und der Genuss von Lebensmitteln, die den Patienten zusagen, sollte gewährt werden. Wie auch die ugb.de dokumentiert, kann eine alleinige Diät die Krankheit nicht besiegen, jedoch hat eine gezielte Ernährung das Potenzial, die Prognose von Krebspatienten signifikant zu verbessern.

Insgesamt zeigt sich, dass die ketogene Diät sowohl Chancen als auch Risiken birgt. Es erfordert sorgfältige Planung und individuelle Anpassung, um den spezifischen Bedürfnissen jedes Patienten gerecht zu werden und einen positiven Einfluss auf den Krankheitsverlauf zu erreichen.

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ots.at
Weitere Quellen
ptaheute.de

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