Lisa Hauser bleibt im Schweizer Biathlon-Team: Ein mutiger Schritt!

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Österreichs Biathletin Lisa Hauser bleibt im Schweizer Team, um Sicherheit und Vertrauen zu finden. Trainerwechsel und WM-Ziele im Fokus.

Österreichs Biathletin Lisa Hauser bleibt im Schweizer Team, um Sicherheit und Vertrauen zu finden. Trainerwechsel und WM-Ziele im Fokus.
Österreichs Biathletin Lisa Hauser bleibt im Schweizer Team, um Sicherheit und Vertrauen zu finden. Trainerwechsel und WM-Ziele im Fokus.

Lisa Hauser bleibt im Schweizer Biathlon-Team: Ein mutiger Schritt!

Die österreichische Biathletin Lisa Hauser hat entschieden, künftig nicht mehr fest ins Training des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV) zurückzukehren. Dies gab sie am 21. Mai 2025 bekannt. Hauser, die im vergangenen Winter Gesamtweltcup-Elfte wurde, fühlt sich im Schweizer Team „sehr wohl“. Ihr Entschluss ist unter anderem durch das Fehlen klarer Signale des ÖSV beeinflusst. Sie gibt zu, das Gefühl zu haben, dass sich der Verband nicht ausreichend bemüht hat, um sie zurückzuholen. Ein Grund für die Abkehr sind auch die psychologischen Herausforderungen, die mit ihrem Sport verbunden sind, wie in einem Artikel zur mentalen Stärke im Biathlon dargestellt wird.

Hauser hat sich entschieden, ihrer Trainerin Sandra Flunger und dem gemischten Schweizer Weltcupteam beizutreten. Nachdem sie im April Gespräche geführt hat, trainiert sie seitdem überwiegend allein. Ihr Umfeld zeigt sich verständnisvoll für ihren Schritt, und sie plant lediglich einige gemeinsame Trainingseinheiten mit anderen österreichischen Biathletinnen. Ihre Vertrauensperson bleibt der erfahrene Trainer Alfred Eder, der ihr weiterhin Unterstützung bietet.

Integration ins Schweizer Team

Im Schweizer Team hat sie sich gut integriert, auch wenn sie ihre Komfortzone verlassen musste. Hauser möchte eine „ruhige Vorbereitung ohne Nebengeräusche“ und hat in der Vergangenheit oft unabhängig trainiert. Bei der Junioren-Weltmeisterschaft konnte sie bereits Erfolge feiern, darunter ihren ersten Sieg in der Single-Mixed-Staffel. Für die kommenden Monate legt sie im Sommer nicht zu viel Wert auf die Leistungskurve, da der Winter entscheidend sei.

In ihrer bisherigen Karriere hat Hauser zahlreiche Titel errungen, darunter den Massenstart-Weltmeistertitel 2021. Ihre mentale Stärke, die für Spitzenathleten im Biathlon unerlässlich ist, wird durch ihre Fähigkeit, Konflikte zu vermeiden und stets an ihren Zielen festzuhalten, verstärkt. Hauser hat bereits im letzten Jahr zusammen mit den Schweizern trainiert; ein Konzept, das heuer aufgrund ihrer Entscheidung nicht mehr realisierbar war.

Ausblick auf die Olympischen Spiele

Bezüglich der Olympischen Winterspiele 2026 in Antholz zeigt Hauser Zurückhaltung. Sie setzt die Spiele nicht höher an als die Weltmeisterschaften und denkt realistisch über ihre Chancen nach. Nach einem vierten Platz in Peking, wo sie knapp eine Medaille verpasste, hat sie in der letzten Saison gesundheitliche Probleme gehabt, fühlt sich jedoch in dieser Saison besser.

Hausers Gewehr ist von einem deutschen Waffenhersteller optimiert worden, was ihren Fokus auf technische Präzision unterstreicht. Sie beschreibt sich selbst als Perfektionistin und ist bereit, die nötige Sturheit aufzubringen, um in einem von Druck geprägten Umfeld erfolgreich zu sein. Neben ihrem Engagement im Biathlon verbringt Hauser ihre Freizeit gerne mit Lesen und dem Schauen der Netflix-Serie „Emily in Paris“. Ihr Sportleben fordert sie dazu auf, über Freundschaften und persönlichen Umgang zu reflektieren.

Der Weltcupauftakt findet Ende November im finnischen Kontiolahti statt, wo sich sowohl Hauser als auch ihre Teamkolleginnen auf die kommenden Herausforderungen vorbereiten werden. Während Hauser sich auf ihre Individualität fokussiert, bleibt sie ein wichtiger Bestandteil der internationalen Biathlon-Szene.

Für weiterführende Informationen und Einblicke in die mentale Stärke im Biathlon sei auf Sportpsychologie MUC verwiesen.