Graz in Trauer: Femizid an Stefanie P. erschüttert die Stadt
Stefanie P. (32) starb am 29.11.2025 mutmaßlich durch Femizid. Trauer und Aufruf zum Handeln in sozialen Medien.

Graz in Trauer: Femizid an Stefanie P. erschüttert die Stadt
Am 29. November 2025 ist die 32-jährige Stefanie P. verstorben, und ihr Tod wird als mutmaßlicher Femizid eingestuft. Ihr Fall hat in den letzten Tagen landesweite Trauer und Bestürzung ausgelöst. Viele Menschen hatten vor ihrem Tod unermüdlich nach ihr gesucht, und ihr Foto entwickelte sich zu einem Symbol der Hoffnung für ihre Freunde und Familie.
Stefanie P. wurde als warmherzig, offen und professionell beschrieben. Ihre enge Beziehung zu ihrem Golden Retriever Marlow war vielen bekannt. In den sozialen Medien zeigten zahlreiche Nutzer ihre Trauer und Anteilnahme. Auch Frauenministerin Eva Maria Holzleitner und Justizministerin Anna Sporrer äußerten sich erschüttert über den mutmaßlichen Femizid und forderten ein Ende der Denkmuster, die Männern erlauben, über das Leben von Frauen zu entscheiden.
Ermittlungen zum Tod von Stefanie P.
In Österreich gab es im Jahr 2025 bereits 14 Femizide sowie 33 Mordversuche oder Fälle schwerer Gewalt, was die Besorgnis über die Lage der Frauen im Land verstärkt. Am selben Tag, an dem Stefanie P. ums Leben kam, wurde ihre Leiche in Slowenien entdeckt. Ein 31-jähriger Verdächtiger hat gestanden, seine Ex-Freundin erwürgt und in einem Koffer in einem Wald vergraben zu haben.
Die schockierenden Details ihres Todes haben eine Welle öffentlicher Empörung ausgelöst. Auf sozialen Medien rufen viele Menschen dazu auf, auf Anzeichen von Gewalt gegen Frauen zu achten und gegebenenfalls einzugreifen. Die Justizministerin kündigte an, dass weitere Informationen in einer Pressekonferenz am Sonntag bekannt gegeben werden sollen.
Gesellschaftliche Reaktionen
Die Reaktionen auf den Tod von Stefanie P. treffen auf ein bereits stark gestörtes gesellschaftliches Klima. In einer Zeit, in der Frauenfeindlichkeit und Gewalt gegen Frauen traurige Realität sind, mahnen die Politikerinnen eindringlich, dass ein Umdenken notwendig ist. Die Tatsache, dass bereits 14 Femizide in diesem Jahr verzeichnet wurden, verdeutlicht die Dringlichkeit des Themas.
In den sozialen Medien sind viele Männer und Frauen aktiv geworden, um auf die Problematik aufmerksam zu machen und Solidarität mit den Opfern auszusprechen. Dieses tragische Ereignis wird als Weckruf gesehen, um nachhaltig gegen Gewalt an Frauen vorzugehen und die gesellschaftlichen Strukturen zu hinterfragen, die solche Taten begünstigen.
Das Schicksal von Stefanie P. mag einen Einzelfall darstellen, doch es ist auch Teil eines größeren Problems, das in der Gesellschaft alarmierende Ausmaße annimmt. Die kommenden Tage und die angekündigte Pressekonferenz könnten entscheidend dafür sein, wie weiter mit diesem Thema umgegangen wird und ob es zu einem intensiveren gesellschaftlichen Diskurs kommen wird.