Zölle klettern auf 125%: Chinesische Amazon-Verkäufer fliehen aus USA!
Zölle auf chinesische Importe steigen auf 125%, was den Handelskonflikt zwischen den USA und China verschärft. Verkäufer planen Preissteigerungen.
Zölle klettern auf 125%: Chinesische Amazon-Verkäufer fliehen aus USA!
Die aktuelle Situation im Handelskonflikt zwischen den USA und China spitzt sich weiter zu. US-Präsident Donald Trump plant, die Zölle auf chinesische Importe drastisch auf 125 Prozent zu erhöhen, ein Sprung von den bereits bestehenden 104 Prozent. Diese Maßnahme könnte als eine der aggressivsten im laufenden Konflikt angesehen werden und hat bereits zu erheblichen Besorgnissen in der globalen Wirtschaft geführt. Laut oe24 erleben insbesondere chinesische Verkäufer auf Plattformen wie Amazon einen massiven Druck.
Wang Xin, die Vorsitzende der Shenzhen Cross-Border E-Commerce Association, die mehr als 3.000 Amazon-Verkäufer vertritt, warnt davor, dass die hohen Zölle die gesamte Kostenstruktur überfordern und eine „beispiellose“ Herausforderung für die grenzüberschreitende E-Commerce-Branche darstellen. In Shenzhen sind über 100.000 Unternehmen registriert, deren Gesamtumsatz auf 35,3 Milliarden Dollar geschätzt wird. Chinas Markt beherbergt etwa die Hälfte aller Verkäufer auf Amazon, was die deutlich spürbaren Auswirkungen der geplanten Zollerhöhungen auf den internationalen Handel verdeutlicht.
Reaktionen der Händler
Einige Verkäufer erwägen bereits, ihre Preise in den USA anzuheben, während andere neue Märkte suchen. Unter den Verhandlungsmöglichkeiten sehen sich einige, wie Dave Fong, gezwungen, ihre Preise um bis zu 30 Prozent zu erhöhen und Lagerbestände sowie Werbung zu reduzieren. Brian Miller, ein erfahrener Verkäufer, plant, die Entwicklung neuer Produkte auszusetzen und rechnet damit, ebenfalls Preise anpassen zu müssen, wenn die Bestände aufgebraucht sind. Die Produktionskosten für bestimmte Produkte, wie etwa Bausteine für Kinder, könnten durch die Zölle von drei auf sieben Dollar steigen, was eine Preiserhöhung von mindestens 20 Prozent erfordern würde.
Die Reaktionen auf die angekündigten Zollerhöhungen sind gemischt. Während drei von zehn befragten Verkäufern überlegen, ihre Preise zu erhöhen, ziehen zwei in Betracht, sich ganz vom US-Markt zurückzuziehen. Dies könnte vor allem kleine Unternehmen hart treffen, warnte Wang, und zusätzliche Arbeitslosigkeit zur Folge haben. Die USA genießen eine einzigartige Kaufkraft, wodurch die Möglichkeiten für andere Länder, Produkte aus China zu importieren, stark begrenzt sind.
Globale Perspektiven
Die aggressive Zollpolitik der USA hat auch globale Sorgen bezüglich eines möglichen Handelskriegs ausgelöst. Laut ZDF spiegelt sich dies in den jüngsten Zöllen wider, die auf Einfuhren aus vielen Staaten verhängt wurden. Diese Maßnahmen haben nicht nur Auswirkungen auf den Handel mit China, sondern beeinflussen auch die Beziehungen zur EU. Im Zuge des Konflikts zog Trump das Angebot zur Abschaffung von Industriezöllen der EU zurück und drohte mit weiteren Maßnahmen.
Die EU hat bereits angekündigt, Gegenzölle auf US-Produkte einzuführen, was die Preispolitik auf beiden Seiten des Atlantiks weiter anheizen könnte. Fachleute befürchten, dass nicht nur die Preise für Verbraucher steigen, sondern auch die Margen der Unternehmen in den betroffenen Märkten unter Druck geraten. In Anbetracht der widersprüchlichen Ansätze zur Lösung des Handelsstreits ist ein baldiges Ende der Unsicherheit nicht in Sicht.