Trump zurück im Weißen Haus: Was bedeutet das für die USA?
Donald Trump gewinnt die Wahl in den USA erneut. Der Kommentar beleuchtet seine Rolle als Krisenprofiteur und die gescheiterte Strategie der Demokraten.
Trump zurück im Weißen Haus: Was bedeutet das für die USA?
Berlin (ots)
Der ehemalige Präsident Donald Trump triumphiert erneut! Mit einer sensationellen Wende zieht er zum zweiten Mal ins Weiße Haus ein, da er in diesem Wahlkampf mehr Wähler von sich überzeugen konnte als 2016. Während die Demokraten sich zum zweiten Mal vergeblich bemühte, eine Frau ins höchste Amt zu bringen, zeichnet sich ein klarer Trend ab: Amtsinhaber werden nach wirtschaftlichen Krisen und persönlichen Einschnitten bestraft. Inflation und wachsende Einkommensungleichheit setzen sowohl konservative als auch progressive Parteien unter Druck, wie es nun auch in den USA der Fall ist.
Die Mittelklasse ist auf der anderen Seite in der Zange der wirtschaftlichen Unsicherheiten gefangen. Zu viele Menschen können sich weder ein Eigenheim noch eine gute Ausbildung für ihre Kinder leisten. Trotz der massiven Niederlage seiner Vizepräsidentin Kamala Harris kann gesagt werden, dass Biden’s Umfragewerte katastrophal sind: weniger als 40 Prozent der Wähler sind mit seiner Arbeit zufrieden. Ein Quasi-Erfolg inmitten der Scherben!
Die Schlüsselfaktoren im Rennen
Die einzige Möglichkeit für Harris war die Unbeliebtheit von Trump, der als verurteilter Krimineller und Skandalfigur ins Rennen ging. Seine äußerst schwachen Wahlauftritte machten das Rennen unnötig eng. Harris, deren dreimonatige Kandidatur als lobenswert betrachtet wurde, bot jedoch nicht genug ökonomische Highlights, um Wähler zu mobilisieren. Besonders bei Latino-Wählern musste sie empfindliche Verluste hinnehmen. Trotz des geschlechtsspezifischen Sexismus, der sie traf, zogen viele lieber die eigene wirtschaftliche Agenda in Betracht als bloß gegen Trump zu stimmen.
Die ernüchternden Realität ist, dass Harris sich nicht als echte linke Politikerin etablieren konnte. Joe Biden, ihr Vorgänger, hat an dieser Front nur wenig geliefert, sodass die Hoffnungen auf progressivere Alternativen weiterhin gedämpft sind. Der Wahlausgang ist kein Beweis dafür, dass linke Kandidaten in den USA eine reale Chance haben, wie die gescheiterten Versuche von Bernie Sanders belegen. Ein erbarmungsloser Blick auf die politische Landschaft der USA, wo die Wähler zu immer extremen Lösungen greifen, während sich die Parteien im Kampf um die Stimmen verlieren.