Nachbarschaftshilfe in Wettstetten: Gemeinsam stark für einander!
Erfahren Sie, wie die Nachbarschaftshilfe in Wettstetten Menschen verbindet und Unterstützung in besonderen Lebenslagen bietet.
Nachbarschaftshilfe in Wettstetten: Gemeinsam stark für einander!
Wettstetten/Postbauer-Heng. Ein strahlendes Lichtermeer erhellt die Straßen, während Kinder mit ihren Laternen singen: „Rabimmel, Rabammel“. Angeführt von einem Reiter, der den heiligen Martin verkörpert, wird eine bewegende Szene christlicher Nächstenliebe nachgestellt. Der heilige Martin teilt seinen roten Umhang mit einem frierenden Bettler – ein Bild, das auch heute noch berührt, auch wenn es mittlerweile Kleiderkammern von Caritas und Rotem Kreuz gibt. Doch das Teilen hat heute eine neue Dimension: Immer mehr Menschen schenken ihre Zeit, um anderen zu helfen, besonders in der Nachbarschaftshilfe.
Spontane Hilfe von Mensch zu Mensch ist das Motto der Initiative „Wir in Wettstetten“, die von engagierten Frauen ins Leben gerufen wurde. Szilvia Rajna-Barker und Bettina Weiß, beide nicht aus der Region stammend, haben sich mit anderen Müttern zusammengeschlossen, um ein Unterstützungssystem für Hilfesuchende zu schaffen. Egal ob jung oder alt, jeder ist willkommen! Die Nachbarschaftshilfe bietet kurzfristige Hilfe in besonderen Lebenslagen an, sei es bei Arztfahrten oder im Haushalt. „Wir gehen zu Info-Veranstaltungen und stellen uns vor“, erklärt Rajna-Barker, während die Helferliste mittlerweile etwa 30 Namen umfasst – vom 89-Jährigen bis zu den Jüngsten unter 20.
Hilfe, die ankommt
Die Nachbarschaftshilfe umfasst eine Vielzahl von Aufgaben: Glühbirnen wechseln, Haustiere versorgen oder einfach nur ein offenes Ohr bieten. „Es gehört auch Mut dazu, um Hilfe zu bitten“, sagen die Koordinatorinnen. Anrufe sind jederzeit willkommen, und wenn sie nicht sofort antworten können, rufen sie zurück. Cornelia Pröbster, die seit 22 Jahren bei der ökumenischen Nachbarschaftshilfe aktiv ist, berichtet von der großen Dankbarkeit der Hilfesuchenden. „Ihr seid meine Rettungsinsel“, habe eine Frau einmal gesagt. Die Organisation feierte kürzlich ihr 25-jähriges Bestehen und versorgt regelmäßig Bedürftige mit Lebensmitteln, ohne dass ein Berechtigungsnachweis erforderlich ist.
Mit rund 50 engagierten Helfern, darunter viele ältere Menschen, wird die Nachbarschaftshilfe ständig aufrechterhalten. „Der Bedarf ist da“, sagt Pröbster und betont, dass die Hilfe oft binnen Stunden organisiert werden kann. Die Initiative zeigt, dass auch in schwierigen Zeiten das Teilen von Zeit und Unterstützung eine wertvolle Ressource ist.