Nachbarschaftsdrama: 50-Jähriger erschießt Nachbarn und ruft Polizei!
Ein 50-Jähriger erschießt seinen Nachbarn in Wien und ruft selbst die Polizei. Ermittlungen laufen zu Motiven und Waffenbesitz.

Nachbarschaftsdrama: 50-Jähriger erschießt Nachbarn und ruft Polizei!
In der Nacht zum Samstag hat ein 50-jähriger Österreicher in einem Stiegenhaus einen 33 Jahre alten Nachbarn erschossen. Der mutmaßliche Täter, der selbst die Polizei alarmierte, wurde in seiner Wohnung festgenommen. Laut Kosmo fanden die Einsatzkräfte das Opfer leblos vor.
Bei der Festnahme des Beschuldigten war ein Alkoholtest nicht möglich, da dieser stark alkoholisiert war. Die Tatwaffe, ein Revolver, befand sich legal im Besitz des Tatverdächtigen. Der genaue Hergang der Taten wird derzeit ermittelt, insbesondere die Zahl der abgegebenen Schüsse und mögliche Auseinandersetzungen zwischen den beiden Männern, die der Polizei nicht bekannt waren.
Ermittlungen und Vorgeschichte
Das Wiener Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen. Vor diesem Vorfall gab es bereits einen polizeilichen Einsatz an der Örtlichkeit, bei dem das Opfer eine Sachbeschädigung durch den Beschuldigten angezeigt hatte. Momentan befindet sich der Tatverdächtige in Polizeigewahrsam, wo er die Ermittlungen abwartet.
Trotz dieser schockierenden Tat stehen in Österreich auch andere Vorfälle im Fokus. Am Montag wurde in Oberösterreich nach einem Jäger gesucht, der zwei Menschen, einschließlich des Bürgermeisters, erschossen haben soll. Dieser Vorfall verdeutlicht die besorgniserregende Gewaltlage, die zum Teil mit dem hohen Waffenbesitz und den aktuellen Regelungen in Verbindung gebracht wird. Laut Heute wird die Suche nach dem 56-jährigen Tatverdächtigen Roland D. intensiv fortgesetzt. Der Bezirk Rohrbach, in dem die Gewalttat stattfand, liegt im Dreiländereck zu Deutschland und Tschechien, was die Fahndung zusätzlich erschwert.
Waffenbesitz und gesellschaftliche Debatte
Der Vorfall hat die Diskussion über die Waffenlobby und die Waffengesetze in Österreich neu entfacht. Laut Kontrast gibt es in Österreich schätzungsweise 2,5 Millionen Waffen, was einer hohen Waffendichte entspricht. Offiziellen Zahlen zufolge gab es im Jahr 2025 über 1,5 Millionen legal registrierte Waffen. Diese Situation führt zu einer Debatte über die Notwendigkeit von strengeren Waffengesetzen, die von verschiedenen Parteien gefordert werden.
Die gesetzlich angeordneten Änderungen beinhalten nun höhere Altersgrenzen für den Erwerb von Waffen sowie weitere Vorschriften zur psychologischen Eignung des Waffenerwerbers. Diese Maßnahmen sollen einem Anstieg von Gewalttaten entgegenwirken und die Sicherheit in der Bevölkerung erhöhen.