Klöster im Wandel: Wie kleine Gemeinschaften neue Perspektiven schaffen
Abtprimas Jeremias Schröder spricht beim Generalkapitel über den Wandel im benediktinischen Leben: Stabilität und Elastizität vereint.
Klöster im Wandel: Wie kleine Gemeinschaften neue Perspektiven schaffen
St. Pölten, 24.10.2024 (KAP) – In einem eindrucksvollen Appell hat Abtprimas Jeremias Schröder beim Generalkapitel der österreichischen Benediktinerkongregation im Stift Göttweig betont, dass sich das klösterliche Leben im ständigen Wandel befindet. „Unsere benediktinische Stabilität wird ergänzt durch die Fähigkeit zur Elastizität,“ verkündete der frisch gewählte Abtprimas, und verdeutlichte damit die Herausforderungen und Chancen, denen sich die Benediktiner heute stellen müssen.
Schröder, der neue Leiter der weltweiten Benediktinergemeinschaft, hob hervor, wie wichtig Flexibilität in der heutigen Zeit ist. Während die Mönchszahlen in vielen Klöstern weltweit zurückgehen, erlebt man gleichzeitig einen Anstieg an Klostergründungen, die oft kleinere Gemeinschaften hervorbringen. „Das ist kein neues Phänomen,“ stellte Schröder fest und verwies auf die historischen Wurzeln kleinerer Gemeinschaften im Mittelalter. Solche Klöster bieten sowohl Vor- als auch Nachteile: Flachere Hierarchien fördern kreative Ideen, doch starke Persönlichkeiten können auch stark prägen.
Einblicke in kleine Klöster
Jeremias Schröder (59), ein gebürtiger Unterallgäuer, hat nach seiner Matura im Benediktiner-Erzabtei St. Ottilien seine geistliche Reise begonnen und war bis vor kurzem als Administrator in Tirol tätig. Er wurde kürzlich zum Abtprimas der Benediktinischen Konföderation gewählt und brachte mit seinem Hintergrund frischen Wind in die Diskussionen des Generalkapitels, das seit Sonntag im Stift Göttweig stattfindet. Am Donnerstag steht die Wahl eines neuen österreichischen Abtpräses an, und die Versammlung der Äbte, Prioren, Delegierten und Projektpaten wird mit Spannung verfolgt.