Hilfsaktion in Schalksmühle: 12 Tonnen Lebensmittel für die Ukraine!
Uwe Rittinghaus initiiert mit lokalen Partnern Hilfstransporte für die Ukraine und Polen, um in Krisensituationen schnell zu handeln.
Hilfsaktion in Schalksmühle: 12 Tonnen Lebensmittel für die Ukraine!
Im Februar 2022, als der Krieg zwischen Russland und der Ukraine ausbrach, fasste Uwe Rittinghaus den Entschluss, aktiv zu helfen. Er wandte sich direkt an den Geschäftsführer des örtlichen Discounters Aldi und erbat eine Sachspende. Als Ergebnis stellte Aldi Rittinghaus beeindruckende zwölf Tonnen Lebensmittel mit einem Gesamtwert von 15.000 Euro zur Verfügung. In Zusammenarbeit mit geflüchteten Menschen aus der Ukraine, die in Schalksmühle Zuflucht fanden, gelang es, die Lebensmittel auf dem Aldi-Parkplatz für den Transport bereitstellen.
Zusätzliche Unterstützung kam von lokalen Unternehmen wie Berker und Kalthoff, die Lagerräume zur Verfügung stellten, um die Spenden zu organisieren. So entstanden wertvolle Kontakte zu anderen Hilfsorganisationen, darunter die Gemeinde Waldbrühl und ein Verein mit dem Namen Sauerländer Jungs. Diese Gruppe, die nach der Hochwasserflut in Deutschland gegründet wurde, hat sich ebenfalls der Unterstützung der Ukraine verschrieben und kann auf eine beeindruckende Logistik zurückgreifen. Ihr Vorsitzender, Volker Wagemeyer, hob in einem Vortrag die Bedeutung des gemeinsamen Engagements hervor, bei dem es nicht auf den Namen, sondern auf die Sache ankommt.
Aktiv im Katastrophengebiet
Es zeichnet sich bereits eine neue Fahrt in das Krisengebiet ab, und die Helfer sind dringend auf der Suche nach weiteren Sachspenden. Besonders benötigt werden grundlegende Haushaltsartikel wie Staubsauger, Küchenfenster und Kühlschränke.
Rittinghaus führte seinen Vortrag mit eindrucksvollen Bildern und Videos der letzten Hilfstransporte. Er erläuterte, dass in Kriegsgebieten die Bedürfnisse der Menschen oft anders gelagert sind, als in Friedenszeiten. Anstelle von Lebensmitteln wie Mehl und Zucker sind Dinge wie Akkus, Heizöfen und Windeln von essenzieller Bedeutung. Auch Futter für Haustiere und streunende Tiere bildet ein wichtiges Element der Hilfsgüter. Außerdem haben sie Bluttests für die Menschen organisiert, um die Blutgruppe zu bestimmen, was in Notfallsituationen entscheidend sein kann.
Während die Bilder das Ausmaß der Zerstörung zeigen, wird der emotionale Schaden, den der Krieg den Betroffenen zufügt, bei den Helfern besonders präsent. Auf seiner siebten Reise im September besuchte Rittinghaus ein Waisenheim in der Kaparde, wo die Lebensbedingungen der Kinder durch veraltete Möbel und fehlende Privatsphäre geprägt waren. Für die nächste Reise, die für April 2025 geplant ist, haben Rittinghaus und seine Mitstreiter bereits Verbesserungen für die Kinderzimmer und die Ausstattung des Fitnessraums im Blick.
Gemeinschaft als Antrieb
„Wir haben viele Freunde gefunden“, berichteten Rittinghaus und Wagemeyer über ihre Erfahrungen aus der Zusammenarbeit. Im Gemeindezentrum gab es einen kleinen Tisch, auf dem Geschenke der Betroffenen aus Dankbarkeit ausgestellt waren. Dieses Feedback bestärkt die Helfer in ihrem Engagement und motiviert sie, weitere Hilfstransporte zu organisieren, sogar nach Rumänien.
Für ihre Zusammenarbeit überreichten Rittinghaus und seine Frau Wagemeyer ein paar selbst gestrickte Socken – ein herzlicher Dank für die geleistete Hilfe. Interessierte können Rittinghaus werktags telefonisch kontaktieren oder Sachspenden in der offenen Garage in Schalksmühle abgeben. Geldspenden sind ebenfalls möglich für die Hilfsprojekte.
Die Sauerländer Jungs sind ebenfalls via E-Mail erreichbar und informieren auf ihrer Website über bevorstehende Aktionen, um sicherzustellen, dass Hilfe dort ankommt, wo sie am dringendsten benötigt wird.
Für weitere Informationen, siehe die aktuelle Berichterstattung auf lokaldirekt.de.