Christine Schnur: AWO-Gründerin und ihr unermüdlicher Einsatz für die Gemeinschaft
Die AWO feierte 100 Jahre Einsatz für die Schwachen in Lüdenscheid – eine Erfolgsgeschichte für Solidarität und Gemeinwohl.
Christine Schnur: AWO-Gründerin und ihr unermüdlicher Einsatz für die Gemeinschaft
Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) feierte ihr 100-jähriges Bestehen mit einer eindrucksvollen Veranstaltung, die nicht nur die Geschichte, sondern auch die bedeutende Rolle der Organisation in der Gesellschaft reflektierte. Klaus Wieber, der Vorsitzende der AWO, erzählte vor etwa 60 Gästen von der unermüdlichen Arbeit der Gründerin Christine Schnur, die 1924 den Grundstein legte. Ihr Einsatz für die Schwachen, der sich sogar durch die dunklen Zeiten des Nationalsozialismus zog, bildete die Basis für das heutige Netzwerk an engagierten Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen. „Die AWO steht für Solidarität und Gerechtigkeit!“, rief Wieber voller Stolz aus.
Die Veranstaltung wartete mit bewegenden Momenten auf, darunter ein emotionaler Brief von Schnurs Tochter Mathilde Seufzer, der die Aufopferung ihrer Mutter für das Gemeinwohl eindrücklich schilderte. „Wer diesen Brief liest, begreift, warum AWO nötig war und ist“, hob Wieber hervor. Auch Bürgermeister Wagemeyer und der SPD-Abgeordnete Gordan Dudas ließen es sich nicht nehmen, der AWO zu gratulieren. Das Grußwort von Dudas, das von Rolf Breucker verlesen wurde, lobte die wertvolle Arbeit der Ehrenamtlichen: „Euer Einsatz macht einen echten Unterschied im Leben vieler Menschen!“, betonte Dudas.
Starke Unterstützung und wichtige Räume
Nezahat Baradari, SPD-Bundestagsabgeordnete, nannte die AWO eine „wichtige Stütze der Gesellschaft“ und verwies darauf, dass sie signifikante Räume für gesellschaftliche Teilhabe schafft. Michael Scheffler, von der AWO Westliches Westfalen, war stolz auf die lebendige Ausübung der AWO-Werte in Lüdenscheid. Er betonte, wie wertvoll der Brief von Mathilde Seufzer für den Ortsverein ist, da viele Dokumente aus der NS-Zeit verloren gingen.
Der Ortsverein, geleitet von Klaus Wieber, verfügt über etwa 160 Mitglieder und ist ein lebendiges Zentrum für die Gemeinschaft. Hier bieten die Ehrenamtlichen verschiedene Aktivitäten an, darunter Frühstück und Spielabende. Um die sozialen Bindungen zu stärken, wird auch das Mittagessen „Gemeinsam statt einsam“ für nur zwei Euro angeboten. Die AWO unterhält zudem mehrere Einrichtungen wie Kindertagesstätten, Schulen, ein Mehrgenerationenhaus und ein Jugendzentrum, und ermöglicht damit wichtigen gesellschaftlichen Austausch und Unterstützung.