In Heddesheim braut sich ein Sturm zusammen! Das geplante Umspannwerk "Mannheim Ost" sorgt für hitzige Debatten in der Gemeinde. Der Übertragungsnetzbetreiber Transnet BW hat Großes vor: Ein neues Umspannwerk soll auf einer Fläche von 200.000 Quadratmetern entstehen und bis 2028 in Betrieb genommen werden. Doch die Heddesheimer sind alles andere als begeistert.
Bei einer explosiven Gemeinderatssitzung gab es ein deutliches Votum gegen das Bauvorhaben. Bürgermeister Achim Weitz und die gesamte Gemeindeverwaltung lehnen die Pläne vehement ab. Auch in der Bürgerschaft regte sich Widerstand, als rund 50 Bürger in das Bürgerhaus strömten, um sich über die potenziellen Auswirkungen zu informieren. Die Vertreter der Transnet BW sahen sich massiven Vorwürfen ausgesetzt. Die Gemeinde befürchtet nicht nur eine Zerschlagung wertvoller Ackerflächen, sondern auch eine völlige Verunstaltung des Landschaftsbildes im Westen Heddesheims. Der Verlust von Erholungsräumen und die negativen Auswirkungen auf den Natur- und Artenschutz lassen die Alarmglocken läuten.
Das Machtspiel um die Stromversorgung
Transnet BW rechtfertigt das Umspannwerk mit dem Ziel, die Stromversorgung in der Region zu verbessern. Aktuell gibt es nur einen Einspeisepunkt über das Großkraftwerk Mannheim. Ein zweiter Punkt in der Nähe der L541 soll die Versorgungssicherheit erhöhen, insbesondere für Mannheim und angrenzende Gemeinden. Doch während die Großstadt von diesem Projekt profitieren würde, sieht Heddesheim sich benachteiligt und berichtet von einem Verstoß gegen eigene kommunale Planungen.
Mangelnde Transparenz bei der Standortwahl wird dem Unternehmen vorgeworfen, und die Bürgermeister fordern eine Neubewertung alternativer Standorte. Währenddessen scheut Transnet BW keine Mühen und beginnt mit dem Kauf der erforderlichen Grundstücke. Bis Ende des Jahres sollen die notwendigen Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren beim Regierungspräsidium Karlsruhe eingereicht werden.
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