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Im Zentrum eines aufkommenden Sturms stehen die Salzburger Festspiele und ihr Intendant Markus Hinterhäuser, der seit 2016 an der Spitze des renommierten Festivals steht. Während Hinterhäuser in der Vergangenheit für seinen künstlerischen Weitblick gelobt wurde, brechen nun die ersten öffentlichen Kritiken an seinem Führungsstil los. Regisseur Michael Sturminger, bekannt durch seine Arbeit am „Jedermann“, äußerte scharfe Vorwürfe gegen Hinterhäuser: "Es gibt kein Regulativ mehr, plötzlich ist da jemand drauf gekommen: mir sagt jetzt keiner mehr Halt." Besonders nach der überraschenden Kündigung des gesamten Ensembles und dem Rauswurf von Schauspielchefin Marina Davydova steht die Kommunikation innerhalb des Festspielhauses in der Schusslinie.
Die Spannungen erreichen neue Höhen, als Klemens Renoldner, ein erfahrener Autor und ehemaliger Leiter des Stefan-Zweig-Zentrums, dem Festival Missmanagement bescheinigt. Auch innerhalb des Kuratoriums, das aus sieben Mitgliedern besteht, wird Hinterhäuser zunehmend kritisiert. Salzburgs Bürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ) fordert Klärung: "Ich habe mir die Termine schon ausgemacht. Die Stimmung war durchaus mittelprächtig." Diese Unruhe scheint direkt mit der internen Umstrukturierung und der kürzlichen Vertragsverlängerung Hinterhäusers bis 2031 in Verbindung zu stehen.
Hinterhäusers Rolle und Probleme
Markus Hinterhäuser, der aus einer musikalischen Familie stammt und selbst als Pianist international bekannt ist, hat sich stets für die Musik des 20. Jahrhunderts eingesetzt. Dennoch, wie wikipedia.de berichtet, erhöhen sich die kritischen Sprechakte gegen ihn, während die Unzufriedenheit unter Künstlern und Kuratoriumsmitgliedern wächst. Inmitten dieser turbulenten Zeiten bleibt Hinterhäuser selbst für eine Stellungnahme unerreichbar. Die Präsidentin der Salzburger Festspiele, Kristina Hammer, versucht derweil, die Wogen zu glätten, indem sie auf die Notwendigkeit von divergierenden Meinungen innerhalb des Gremiums verweist.
Die Entwicklungen werfen Fragen über die zukünftige Ausrichtung der Salzburger Festspiele und die artverwandte Beziehung zwischen Kreativität und Management auf, die in der Vergangenheit für ihre Innovationskraft bekannt waren. Während das Festspieljahr 2024 in den Startlöchern steht, bleibt die Aufmerksamkeit auf den ungelösten Konflikten und der Führungsstärke von Markus Hinterhäuser.
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