Die Seattle Seahawks stehen vor einem rekordverdächtigen Verkauf, nachdem sie kürzlich den Super Bowl gewannen. In einem Spiel am 9. Februar 2026 besiegten sie die New England Patriots mit 29:13 und sichern sich damit den Titel. Laut einem Bericht von oe24.at, wird das Team nun angeboten, was in der Geschichte der NFL einen besonderen Meilenstein darstellt.

Der impulse für diesen möglichen Verkauf stammt von der Erbengemeinschaft des verstorbenen ehemaligen Besitzers Paul G. Allen. Allen, der 2018 an den Folgen eines Non-Hodgkin-Lymphoms starb, war ein bedeutender Unternehmer und Mitbegründer von Microsoft. Nach seinem Tod übernahm seine Schwester Jody Allen die Mehrheitseigentümerschaft an den Seahawks sowie an den Portland Trail Blazers, die ebenfalls im Familienbesitz sind.

Details zum Verkauf

Erste Verkaufsverhandlungen fanden bereits in der vergangenen Woche statt. Die Gespräche zeigen, dass der Verkauf des Teams, das seit 2018 im Raum steht, nun in die entscheidende Phase eintritt. NFL-Commissioner Roger Goodell bestätigte, dass die Entscheidung über den Verkauf bei Jody Allen liegt und dass das Team irgendwann verkauft werden muss. Obwohl der Paul G. Allen Trust in einer Mitteilung erklärte, dass das Team derzeit nicht zum Verkauf steht, könnte sich diese Position in Zukunft ändern.

Der geschätzte Verkaufspreis für die Seahawks wird zwischen sieben und acht Milliarden Euro liegen, was den Rekord für einen Teamverkauf in der NFL brechen würde. Der bisherige Höchststand liegt bei 6,05 Milliarden Dollar, was die Washington Commanders kostete. Vor dem Super Bowl betrug der Wert der Seahawks laut Forbes bereits etwa 6,7 Milliarden Dollar, was sie auf den 14. Platz der wertvollsten NFL-Teams setzt.

Paul G. Allens Erbe

Paul G. Allen, geboren am 21. Jänner 1953 in Seattle, war nicht nur als Mitgründer von Microsoft bekannt, sondern auch als Kunstsammler und Philanthrop. Während seiner Zeit als Teambesitzer investierte er erheblich in die Franchise und deren Entwicklung. Neben den Seahawks besaß er auch die Portland Trail Blazers, die er 1988 für 70 Millionen Dollar erwarb. Allen war ein visionärer Unternehmer, der auch in zahlreiche Projekte in der Technologie- und Unterhaltungsbranche investierte, und war bestrebt, ein lebendiges Erbe in Seattle zu hinterlassen.

Zusätzlich zu seinen geschäftlichen Aktivitäten engagierte sich Allen stark in philanthropischen Projekten über die Paul G. Allen Family Foundation, in der er jährlich Millionen an Organisationen spendete, insbesondere in seiner Heimatstadt Washington. Seine Leidenschaft für Wissenschaft und Technik wird auch durch seine Bemühungen um die Rückerlangung historischer Schätze und die Förderung innovativer Technologien unterstrichen.

In diesem Kontext wird der bevorstehende Verkauf der Seattle Seahawks nicht nur die Geschichte des Teams, sondern auch das Erbe von Paul G. Allen maßgeblich beeinflussen. Die Fangemeinde und viele Beobachter der NFL warten gespannt auf die nächsten Schritte, um zu sehen, wie sich die Situation weiterentwickelt.

Neben den finanziellen Aspekten ist der Verkauf auch ein emotionales Thema, da die Seahawks tief in der Geschichte und Kultur von Seattle verwurzelt sind. Die kommenden Wochen werden entscheidend dafür sein, wie sich das Schicksal dieser angesehenen Franchise entwickeln wird.