Am 16. Jänner 2026, um 10:30 Uhr, wurden die Feuerwehren in Mörbisch, Rust und Eisenstadt zu einem Wirtschaftsgebäudebrand alarmiert. Der Einsatz, klassifiziert als B3, war durch bereits aus dem Dach des betroffenen Gebäudes schlagende Flammen gekennzeichnet. Rund 70 Feuerwehrmitglieder und 12 Fahrzeuge waren im Einsatz, um die Lage unter Kontrolle zu bringen.

Betroffen von dem Brand waren drei Boote, die größtenteils aus Polyester gefertigt waren. Diese Materialien führten dazu, dass das Feuer immer wieder neu entfachte, was die Löscharbeiten erschwerte. Um die Flammen zu bekämpfen, wurden Innenangriffe unter Atemschutz sowie ein massiver Einsatz von Löschschaum durchgeführt. Zusätzlich wurde ein Außenangriff initiiert, um ein Übergreifen des Feuers auf benachbarte Gebäude zu verhindern.

Schwierigkeiten und Lösungsansätze

Die Herausforderung, die sich den Einsatzkräften stellte, war nicht nur das Ausmaß des Feuers, sondern auch das Material der Boote, welches eine sich ständig erneuernde Brandgefahr darstellte. Um diesem Problem zu begegnen, wurden die Boote in eine Löschmulde gehoben und mit Wasser geflutet, was schließlich dazu führte, dass die Brandmeldung um 13:30 Uhr auf „Brand aus“ umgestellt werden konnte. Glücklicherweise gab es keine Verletzten bei dem Vorfall, und die verantwortlichen Einsatzleiter waren Feuerwehrkommandant Christian Jäger.

Die Ermittlungen zur Brandursache sind bereits im Gange. Nach dem Brand wird die Staatsanwaltschaft eingeschaltet, um mögliche Straftaten wie vorsätzliche Brandstiftung oder Fahrlässigkeit zu prüfen. Der Prozess der Brandursachenermittlung ist entscheidend, um Klarheit darüber zu erlangen, ob die Flammen durch eine Straftat oder unvorsichtiges Handeln verursacht wurden. In der Regel kommen hierbei auch kriminalpolizeiliche Teams zum Einsatz, um den Brandherd und die Umstände der Brandentstehung zu analysieren und zu rekonstruieren. Diese Informationen sind nicht nur für die strafrechtliche Verfolgung wichtig, sondern haben auch eine präventive Dimension, da sie in zukünftige Brandschutzvorschriften einfließen können.

Brandschutz und Prävention

Der Vorfall in Mörbisch ist Teil einer umfassenden Problematik im Bereich Brandschutz. Statistiken zeigen, dass Küchen mit 27 % die häufigste Brandentstehungsursache in Gebäuden sind, wobei in Wohngebäuden diese Zahl sogar fast die Hälfte aller Brände ausmacht. Besonders problematisch stellen sich Brände dar, die während der späten Nachtstunden, zwischen 23 Uhr und 4 Uhr, auftreten. Diese führen zwar seltener zu einem Brand, jedoch zu erheblich höheren Schadensausmaßen.

Die Verbesserung der Brandursachenermittlungen sowie die Sammlung an Daten sind für die kontinuierliche Entwicklung des Brandschutzes von essenzieller Bedeutung. Die vfdb-Brandschadenstatistik wurde initiiert, um fundierte Fakten für Entscheidungen im Brandschutz zu liefern und um Wissen über Risiken und Brandverläufe zu generieren. Daher ist es wichtig, dass Feuerwehren an der Datenerfassung teilnehmen, um den Erkenntnisstand und die Sicherheit in zukünftigen Einsätzen zu erhöhen.

Die genauen Ursachen des brandtechnischen Vorfalls in Mörbisch sind noch unklar. Die Feuerwehr und die zuständigen Behörden arbeiten daran, alle notwendigen Informationen zu sammeln und die Umstände des Brandes zu klären. Die Analyse wird manch wichtige Erkenntnis für zukünftige Brandschutzmaßnahmen bringen.

Weitere Informationen zu Brandursachenermittlungen können auf TÜV Süd nachgelesen werden. Eine umfassende Analyse der Brandstatistik bietet die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes.