US-Präsident Donald Trump zeigt sich optimistisch, dass Kuba als Reaktion auf die angespannte wirtschaftliche Lage Deeskalation mit den USA anstreben wird. In einer aktuellen Aussage betonte er, dass Kuba vermutlich einen Deal aushandeln möchte, um mit der katastrophalen Situation im Land umzugehen. Die wirtschaftliche Lage auf der Karibikinsel ist prekär, mit massiven Engpässen an Geld und Öl. Auch die häufigen Stromausfälle, die häufig mehr als zwölf Stunden pro Tag andauern, sind ein Resultat des maroden Stromnetzes und des Erdölmangels. Der Präsident kündigte an, dass Gespräche mit Kuba bereits begonnen haben, um die Beziehungen zu verbessern und möglichen Fortschritt zu erzielen.

Am Vortag hatten die USA den Druck auf Kuba durch Drohungen mit Zusatzzöllen auf Öllieferanten weiter erhöht. Trump kündigte an, dass Zölle auf Waren erhoben werden, die aus Ländern importiert werden, von denen Kuba sein Öl bezieht. Die konkreten Zollsätze und die betroffenen Länder sind bislang jedoch noch nicht bekannt. Diese Maßnahme könnte die bereits angeschlagene kubanische Wirtschaft noch weiter destabilisieren. Trump äußerte, dass Kuba nicht überleben werde, sollte die Öllieferung gestoppt werden, insbesondere da das Land kein Öl oder Geld mehr aus Venezuela, einem früheren wichtigen Verbündeten, erhält.

Reaktionen aus Kuba und Mexiko

Der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez hat die angekündigten US-Maßnahmen als „neue Eskalation“ verurteilt. Zudem bezeichnete der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel die US-Zollmaßnahmen als „kriminell“ und kritisierte die US-Regierung auf der Plattform X. Mexiko, als einer der größten Öllieferanten Kubas, warnte vor einer möglichen humanitären Krise, die sowohl die Krankenhäuser als auch die Lebensmittelversorgung in Kuba betreffen könnte. Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum hob hervor, dass die kubanische Bevölkerung bereits in einer äußerst schwierigen Lage sei.

In Anbetracht der angespannten Lage plant Mexiko, sich direkt an US-Außenminister Marco Rubio zu wenden, um genauere Informationen über die Zölle zu erhalten. Das Land möchte sicherstellen, dass seine eigenen Interessen nicht gefährdet werden, während es gleichzeitig versucht, die humanitäre Krise in Kuba zu verhindern.

Der Kontext der Krise

Die Beziehungen zwischen Havanna und Washington haben sich seit Trumps Amtsantritt vor einem Jahr merklich verschlechtert. Der US-Präsident wirft der kubanischen Führung vor, den USA zu schaden. Krebs, Versorgungsengpässe und eine der schwersten Wirtschaftskrisen seit der Revolution 1959 haben die Lebensbedingungen auf der Insel stark beeinträchtigt und die Notwendigkeit einer politischen Lösung verstärkt.

Ob die neuen Verhandlungen zwischen Kuba und den USA tatsächlich zu einer Entspannung führen werden, bleibt abzuwarten. Die Gegensätze in der politischen und wirtschaftlichen Haltung beider Länder sind nach wie vor groß und könnten weitere Spannungen nach sich ziehen.

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