Cristiano Ronaldo sorgt derzeit für Aufregung in der Saudi Pro League, nachdem er beim letzten Ligaspiel seines Klubs Al-Nassr fehlte und voraussichtlich auch im kommenden Match gegen Al-Ittihad nicht spielen wird. Sein Fernbleiben scheint auf einen Streik zurückzuführen zu sein, da er mit der Transferpolitik von Al-Nassr unzufrieden ist. Offizielle Stellen berichten, dass Ronaldo vor allem verärgert über die mangelnden Investitionen seines Klubs ist, während rivalisierende Mannschaften attraktive Transfers tätigten.

Im Winter-Transferfenster war Al-Nassr nur sporadisch aktiv, mit einer einzigen Neuzugänge: dem 21-jährigen Mittelfeldspieler Haydeer Adbulkareem. Im Gegensatz dazu investierten Klubs wie Al-Hilal, die 70 Millionen Euro für Spieler ausgaben, und Al-Ittihad, die 45 Millionen Euro investierten. Besonders der Wechsel von Karim Benzema von Al-Ittihad zu Al-Hilal soll Ronaldo ein Dorn im Auge sein. Er fühlt sich von Al-Nassr verraten und glaubt, dass sein Klub unfair behandelt wird, während andere Vereine bevorzugt werden, so Football Transfers berichtet.

Ronaldo in einer schwierigen Lage

Ronaldo sieht seine Chance, Titel mit Al-Nassr zu gewinnen, schwinden, da die Mannschaft derzeit auf dem dritten Platz in der Liga liegt und vier Punkte hinter dem Spitzenreiter zurückliegt. Der Star überlegt, die Liga zu verlassen, und es wird gemunkelt, dass er möglicherweise sogar in einem anstehenden Spiel gegen Al-Riyadh nicht auflaufen wird. Sinnbildlich für die sportlichen Turbulenzen sind die eingefrorenen Befugnisse des Sportdirektors und des Geschäftsführers von Al-Nassr zu Beginn des Transferfensters, was auf interne Probleme hinweist.

Die Saudi Pro League hat sich jedoch nicht nur mit dem Auf und Ab der Spielerpolitiken beschäftigt. Sie betont die Bedeutung von Ronaldo für die Liga und stellt klar, dass keine Einzelperson, einschließlich Ronaldo, die Entscheidungen für die Liga trifft. Jedes Team operiert unabhängig und unterliegt denselben Regeln. Dennoch wird angedeutet, dass die neue regulative Rahmenbedingungen, die ab 2025 in Kraft treten, darauf abzielen, die Liga finanziell nachhaltig zu gestalten.

Einfluss auf saudischen Fußball und Wirtschaft

Ronaldos Transfer zu Al-Nassr im Dezember 2022 galt als Katalysator für eine umfassende Transformation im saudischen Fußball. Vor seiner Ankunft war Al-Nassr der drittmeistverfolgte Klub in der Saudi Pro League und 74. weltweit. Die digitale Präsenz des Vereins stieg von unter 5,2 Millionen Followern auf über 57,5 Millionen bis März 2025. Er wird oft als eine Schlüsselperson angesehen, die Saudi-Arabiens Vision 2030 unterstützt, die darauf abzielt, das Land als Hauptziel für Touristen zu positionieren und die Wirtschaft zu diversifizieren.

Zusätzlich zur Erhöhung der Sichtbarkeit Al-Nassrs hat Ronaldos Engagement in der lokalen Kultur und seine hohe Twitter- und Instagram-Präsenz erheblich zum globalen Interesse an der Liga beigetragen. Analysen zeigen, dass Sponsoring-Einnahmen und die Zuschauerzahlen von Al-Nassr durch seinen Transfer verdoppelt wurden. Zudem erlebte die Saudi Pro League einen Anstieg des globalen Interesses, das in einigen internationalen Märkten begonnen hat, mit großen europäischen Ligen zu konkurrieren. Die anhaltende Entwicklung wird genau beobachtet, wobei der langfristige Einfluss von Ronaldos Engagement auf das Fußballumfeld in Saudi-Arabien noch abzuwarten bleibt.

Die aktuelle Lage rund um Ronaldo und Al-Nassr spiegelt die Herausforderungen wider, vor denen nicht nur der Spieler, sondern auch die Liga und ihre Klubs stehen. Zu seinen bisherigen Erfolgen zählt lediglich der Arab Champions Cup im Jahr 2023, und es bleibt fraglich, ob er in dieser Saison den Titel gewinnen kann.