Im Jahr 2025 verzeichnete die Welt eine bemerkenswerte Entwicklung in Bezug auf die Sicherheit der Menschen während Naturkatastrophen. Laut exxpress.at war dieses Jahr eines der sichersten in der Menschheitsgeschichte, trotz extremen Wetters, Zyklonen und Überschwemmungen. Die weltweite Todesrate durch Naturkatastrophen sank auf ein historisches Tief von unter 0,8 pro Million Menschen, was einen Rückgang um 99 Prozent im Vergleich zu den 1960er Jahren darstellt. Roger Pielke Jr., ein renommierter Risikoforscher von der University of Colorado Boulder, stellt fest, dass weniger als 6.100 Menschen durch extreme Wetterereignisse ums Leben kamen, obwohl die Weltbevölkerung auf über 8 Milliarden angestiegen war.

Die Ursachen für diesen Rückgang sind vielschichtig. Ein wesentlicher Faktor ist der Fortschritt im Katastrophenschutz, der sich in der Einführung von Frühwarnsystemen, Satellitenüberwachung, Evakuierungsplänen sowie besserer Bauweise und Gesundheitsversorgung manifestiert. Der Vergleich mit früheren Jahrzehnten ist alarmierend: Während in den 1920ern nahezu 5 Millionen Menschen infolge wetterbedingter Katastrophen starben, belief sich die Zahl in den 2010ern auf rund 170.000. Auch die jährliche Opferzahl sank von 50.000 in den 1970ern auf unter 20.000 in den 2010ern.

Fortschritte in der Katastrophenvorsorge

Diese positive Entwicklung hängt nicht nur von technologischen Fortschritten ab, sondern auch von globalen Bemühungen zur Katastrophenvorsorge und Klimaanpassung. Initiativen der UN, wie das UNFCCC-Übereinkommen von Paris und das Sendai-Rahmenwerk, zielen darauf ab, Naturgefahren durch Vorsorgemaßnahmen zu verringern. Die 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung integriert Klimaanpassung in den Kontext einer resilienten Entwicklung, wobei besonderes Augenmerk auf Risikozonen gelegt wird.

Deutschland forciert ebenfalls die Integration von Klimaanpassung und Katastrophenvorsorge. Die Bundesregierung hat kürzlich die „Deutsche Anpassungsstrategie gegen den Klimawandel 2024“ vorgestellt, die nicht nur darauf abzielt, Infrastruktur und Gesellschaft krisenfest zu gestalten, sondern auch 33 konkrete Ziele und 180 Maßnahmen zur Vorsorge vor Extremwetterereignissen umfasst. Dieses strategische Vorgehen ergänzt die langfristigen Ziele des Bundesklimaanpassungsgesetzes von 2023 und soll bis 2030 weitreichende Klimaanpassungskonzepte in 80 % der relevanten Gemeinden und Landkreise bereitstellen.

Schlussfolgerungen

Die Entwicklung der Todesraten durch Naturkatastrophen und der stetige Rückgang der Opferzahlen sind Belege für die positive Wirkung globaler Initiativen und technologischer Fortschritte im Katastrophenschutz. Pielke betont, dass die Erfolge von 2025 Teil eines langfristigen Trends sind, der zeigt, dass der Klimawandel zwar real, aber nicht gleichbedeutend mit einer bevorstehenden Apocalypse ist. Die Menschheit hat sich durch adaptives Management und resiliente Planung erheblich verbessert, was auch in der Zukunft zu niedrigeren Verlustraten führen könnte.