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AP
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Ein Passagierschiff mit mehr als 350 Personen an Bord ist in der Nähe einer Insel in den südlichen Philippinen in der Früh am Montag gesunken. Rettungskräfte haben bereits mindestens 244 Passagiere gerettet und 13 Leichen geborgen, berichteten die Behörden.

Das Unglück der M/V Trisha Kerstin 3

Die M/V Trisha Kerstin 3, eine Zwischeninselschiff-Fähre für Fracht und Passagiere, war auf dem Weg zur südlichen Jolo-Insel in der Provinz Sulu, als sie offenbar technische Probleme hatte und nach Mitternacht sank. An Bord befanden sich 332 Passagiere und 27 Besatzungsmitglieder.

Rettungsaktionen und erste Berichte

Das Schiff sank bei gutem Wetter etwa eine Seemeile (fast 2 Kilometer) von dem Insel-Dorf Baluk-baluk in der Provinz Basilan entfernt, wo viele der Überlebenden zunächst gebracht wurden, berichtete der Küstenwachensprecher Romel Dua.

Die Küstenwache und Marineeinsatzschiffe, begleitet von einem Überwachungsflugzeug, einem Black Hawk-Hubschrauber der Luftwaffe sowie zahlreichen Fischerbooten, führten Such- und Rettungsaktionen vor Basilan durch, so Dua.

Einwohner und Hilfsmaßnahmen

Mujiv Hataman, der Gouverneur der Provinz Basilan, berichtete, dass Passagiere und zwei Leichen nach Isabela, der Provinzhauptstadt, gebracht wurden.

„Ich empfange hier 37 Personen am Pier. Leider sind zwei verstorben“, teilte Hataman vom Pier in Isabela mit.

Erste Erkenntnisse zur Ursache

Laut der Küstenwache wurden 244 Passagiere gerettet und 13 Leichen geborgen.

Die genaue Ursache des Schiffsunglücks ist noch unklar und es wird eine Untersuchung eingeleitet. Dua bestätigte, dass die Küstenwache die Fähre vor dem Verlassen des Hafens von Zamboanga überprüfte und keine Anzeichen einer Überladung festgestellt wurden.

Häufigkeit von Schiffsunglücken

Schiffsunglücke sind im philippinischen Archipel aufgrund häufiger Stürme, schlecht gewarteter Schiffe, Überfüllung und unzureichender Durchsetzung von Sicherheitsregeln vor allem in abgelegenen Provinzen keine Seltenheit.

Im Dezember 1987 sank die Fähre Dona Paz, nachdem sie mit einem Tanker kollidierte, was mehr als 4.300 Menschen das Leben kostete und als die schlimmste friedliche maritime Katastrophe der Welt gilt.