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In einer weltweiten Operation gegen von KI generiertes Kindesmissbrauchsmaterial wurden 25 Menschen festgenommen, wie Europol, die Strafverfolgungsbehörde der Europäischen Union, am Freitag in einer Mitteilung bekannt gab.
Operation Cumberland: Ein Meilenstein gegen KI-generiertes Kindesmissbrauchsmaterial
Die unter der Leitung der dänischen Strafverfolgungsbehörden durchgeführte Operation Cumberland gilt als einer der ersten Fälle weltweit, die sich mit dieser Art von Kindermissbrauchsmaterial befassen. Europol erklärte, dass dies "außerordentlich herausfordernd für die Ermittler" sei.
Internationale Zusammenarbeit zur Bekämpfung des Problems
Die Operation umfasste 19 Länder, darunter mehrere europäische Nationen sowie Australien und Neuseeland. Der Fall wurde im November 2024 ins Rollen gebracht, als ein dänischer Mann festgenommen wurde. Er hatte angeblich KI-generiertes Kindesmissbrauchsmaterial produziert und dieses über eine von ihm betriebene Online-Plattform verbreitet. Nutzer konnten zahlen, um auf die Plattform zuzugreifen und "Kinder bei Missbrauch zu beobachten", berichtete Europol.
Identifizierung von Verdächtigen und anstehende Festnahmen
Bislang wurden rund 273 Verdächtige identifiziert, und in den kommenden Wochen sind weitere Festnahmen zu erwarten, so die Behörde.
Die bereits Festgenommenen gehörten "zu einer kriminellen Gruppe", deren Mitglieder vollständig KI-generierte Bilder von Minderjährigen verbreiteten. "Diese künstlich erzeugten Bilder sind so einfach zu erstellen, dass sie sogar von Personen mit krimineller Absicht ohne umfangreiche technische Kenntnisse produziert werden können", sagte Catherine De Bolle, die Exekutivdirektorin von Europol, in der Mitteilung.
Die Gefahren von KI-generiertem Missbrauchsmaterial
Obwohl die in der Operation Cumberland untersuchten Inhalte "vollständig künstlich" und "ohne echte Opfer" waren, trägt KI-generiertes Kindesmissbrauchsmaterial dennoch zur Objektivierung und Sexualisierung von Kindern bei, wie die Mitteilung besagt.
Zukünftige Kampagnen zur Sensibilisierung
Die Strafverfolgungsbehörde plant bald eine Online-Kampagne, die auf die "Folgen der Nutzung von KI für illegale Zwecke" hinweisen wird.
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