Luciano Benavides hat sich bei der Rallye Dakar 2026 einen historischen Sieg gesichert, indem er mit dem geringsten Vorsprung in der Geschichte von nur zwei Sekunden die Ziellinie überquerte. Der Argentinier fuhr auf einer KTM und triumphierte damit erstmals beim angesehenen Wüsten-Klassiker. Diese 48. Auflage des berühmten Rennens zeigt einmal mehr die Herausforderung und den Nervenkitzel, die die Dakar auszeichnen, eine Rallye, die als die wichtigste Langstrecken- und Wüstenrallye der Welt gilt und seit 2020 in Saudi-Arabien ausgetragen wird, nachdem sie bis 2007 in Afrika veranstaltet wurde (Wikipedia).
Der Sieg von Benavides kam unter dramatischen Umständen zustande. Ricky Brabec, der zu diesem Zeitpunkt mit einem Vorsprung von über drei Minuten in die letzte Etappe gestartet war, machte einen folgenschweren Navigationsfehler sieben Kilometer vor dem Ziel und landete nur auf dem zehnten Tagesrang. Benavides nutzte diese Gelegenheit, um Brabec zu überholen, und beendete die Etappe als Zweiter, hinter seinem Teamkollegen Edgar Canet, der seine dritte Etappe in dieser Dakar gewann. Brabec kam 3:22 Minuten nach Benavides ins Ziel und verpasste somit den Gesamtsieg, wie vienna.at berichtet.
Historische Ära für KTM
Mit diesem Gewinn kann KTM den 21. Gesamtsieg bei der Dakar feiern und seine Position als erfolgreichster Hersteller in der Geschichte der Rallye weiter ausbauen. Benavides erzielte bei dieser Ausgabe zudem drei Etappensiege und bewies damit nicht nur seine Stärke im Wettbewerb, sondern auch die Leistungsfähigkeit seines Motorrads. Sein älterer Bruder, Kevin Benavides, der in den Jahren 2021 und 2023 die Dakar gewonnen hatte, wird sicherlich stolz auf seinen jüngeren Bruder sein.
Ein weiterer bemerkenswerter Teilnehmer war Daniel Sanders, der Titelverteidiger aus dem Vorjahr. Leider brach er sich auf der zehnten Etappe das Schlüsselbein, konnte das Rennen aber dennoch auf dem fünften Platz beenden. Der Wettbewerb in der Motorradsparte ist damit intensiv und zeigt die großen Herausforderungen, denen die Fahrer gegenüberstehen (AP News).
Al-Attiyah glänzt in der Auto-Kategorie
Nasser Al-Attiyah stellte in der Autos-Kategorie ebenfalls seine Überlegenheit unter Beweis, indem er zum sechsten Mal die Dakar gewann. Der Fahrer aus Katar steuerte seinen Dacia mit einem komfortablen Vorsprung von 9:42 Minuten auf Nani Roma ins Ziel. Matthias Ekström, der die letzte Etappe gewann, beendete das Rennen als Gesamtdritter. Al-Attiyah hat bereits vorherige Titel für vier verschiedene Hersteller gewonnen und bleibt hinter dem Rekordsieger Stéphane Peterhansel, der insgesamt acht Siege vorweisen kann.
Insgesamt spiegelt die Rallye Dakar 2026 die Faszination und die Herausforderungen dieses Ultimately Extremwettbewerbs wider, der auch in Zukunft in der Welt des Rallye-Sports eine bedeutende Rolle spielen wird. Der Wettkampf ist nicht nur eine physische Prüfung der Fahrer, sondern auch eine mentale Herausforderung, bei der Präzision und Strategie unverzichtbar sind.