Supertaifun trifft die Philippinen: Rotes Kreuz ruft zur Hilfe auf!
Am 9.11.2025 trafen zwei schwere Taifune Südostasien, das Rote Kreuz leistet Nothilfe und bittet um Spenden zur Unterstützung.

Supertaifun trifft die Philippinen: Rotes Kreuz ruft zur Hilfe auf!
Am 9. November 2025 wurden die Philippinen von der Taifun-Serie schwer getroffen. Taifun „Fung Wong“ landete am Sonntag mit extremen Böen von bis zu 230 km/h und wurde vom Wetterdienst als „Supertaifun“ eingeordnet. Die verheerenden Auswirkungen der Taifune sind bereits deutlich spürbar, nachdem zuvor Taifun Kalmaegi das Land mit Windgeschwindigkeiten bis zu 180 km/h heimsuchte. Dieser Sturm führte zu Sturzfluten, Überschwemmungen und Erdrutschen, die immense Schäden an Häusern, Straßen und kritischer Infrastruktur hinterließen. Bisher forderten die beiden Taifune 224 Menschenleben und beeinflussten die Lebensbedingungen von bis zu 8,4 Millionen Menschen in der Region. Das Österreichische Rote Kreuz ist unermüdlich im Einsatz, bietet Notunterkünfte, medizinische Versorgung, Nahrungsmittel und sauberes Wasser an. Der Präsident des Roten Kreuzes, Gerald Schöpfer, beschreibt die entsetzlichen Auswirkungen dieser Naturkatastrophen, die die Region in eine Notlage versetzt haben.
Vor dem Eintreffen der Taifune hatte das Rote Kreuz bereits Vorkehrungen getroffen, um die Bevölkerung zu warnen, bei Evakuierungen zu helfen und Hilfsgüter zu verteilen. Das Team aus Freiwilligen leistet Erste Hilfe, verteilt warme Mahlzeiten und betreut Betroffene in Notunterkünften. Die Taifun-Saison ist noch nicht zu Ende, weshalb Millionen von Menschen auch langfristig auf Unterstützung angewiesen sind. In diesem Rahmen hat die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) einen dringenden Spendenaufruf in Höhe von 8 Millionen Schweizer Franken gestartet, um das Philippinische Rote Kreuz zu unterstützen. Spenden können an das Österreichische Rote Kreuz überwiesen werden.
Regionale Auswirkungen und globale Hilfe
Zusätzlich zu den verheerenden Auswirkungen in den Philippinen wird die Situation in anderen Teilen Asiens durch Taifun Yagi weiter verschärft. Dieser Sturm gilt als der stärkste in Asien in diesem Jahr. UNICEF weist darauf hin, dass aufgrund von Yagi besonders gefährdete Kinder und Familien unter den extremen Wetterbedingungen leiden. Rund sechs Millionen Kinder sind betroffen, insbesondere in Vietnam, wo sintflutartige Regenfälle die Flüsse zum Überlaufen brachten und tödliche Erdrutsche auslösten. Mindestens 850 Schulen und 550 Gesundheitszentren wurden beschädigt, was den Zugang zu dringend benötigten Dienstleistungen stark einschränkt.
In Vietnam haben etwa drei Millionen Menschen, darunter viele Kinder, keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen. Zudem mangelt es rund zwei Millionen Kindern an Bildungsangeboten und psychosozialer Unterstützung. Auch in Myanmar sind die Folgen katastrophal: Über 170 Todesfälle wurden berichtet, und mehr als 320.000 Menschen wurde die Notwendigkeit zur Flucht aus ihrer Heimat aufgedrängt. Die Infrastruktur in Myanmar, einschließlich des Straßennetzes, der Telekommunikation und Stromversorgung, ist stark beschädigt. In Nordthailand bleibt die Situation kritisch, da fast 64.000 Kinder von Regenfällen betroffen sind. Auch in Laos haben rund 60.000 Kinder unter den Auswirkungen zu leiden.
Hilfe für die Betroffenen
UNICEF leistet Nothilfe in den betroffenen Gebieten und liefert sauberes Trinkwasser, Hygienematerialien sowie medizinische Hilfsgüter. Zudem wird psychosoziale Hilfe bereitgestellt, ergänzt durch Lern- und Spielmaterialien für Kinder. Die aktuellen Ereignisse zeigen eindrücklich, wie Kinder in Ostasien und im pazifischen Raum sechsmal häufiger klima- und umweltbedingten Gefahren ausgesetzt sind als ihre Großeltern. Zunehmende klimabedingte Gefahren untergraben die Bewältigungsstrategien von Familien und verschärfen die bestehenden Ungleichheiten.
Der Bedarf an internationaler Unterstützung sowie an einer nachhaltigen Wiederherstellung der Grundversorgung bleibt hoch. Sowohl lokale als auch globale Organisationen stehen vor der Herausforderung, schnell zu reagieren und lebensrettende Hilfe zu leisten. Das Rote Kreuz und UNICEF rufen zur Solidarität auf und bitten um Spenden, um die betroffenen Menschen zu unterstützen und ihnen eine Perspektive nach den verheerenden Zerstörungen zu bieten.
Weitere Informationen zu den Spendenmöglichkeiten finden Sie auf den Seiten des Österreichischen Roten Kreuzes und von UNICEF.