Die erste LändleCan-Messe hat am 9. Januar 2026 im Tennis-Event-Center Hohenems stattgefunden und sorgte für viel Aufsehen. Diese Veranstaltung, die bis zum 11. Januar 2026 läuft, konzentriert sich auf legale Hanfprodukte und bietet ein breites Spektrum an Informationen zu Hanftextilien, Kosmetik, Lebensmitteln und Cannabismedizin. Laut vol.at wurde die Messe von einem erhöhten Behördenaufgebot begleitet, darunter sowohl Polizei- als auch Finanzbeamte.

Zusätzlich wurden ab Freitagmorgen verstärkte Kontrollen im Stadtgebiet von Hohenems durchgeführt. Diese Maßnahmen betrafen nicht nur die Aussteller, sondern auch die Besucher der Messe sowie Fahrgäste in Shuttle-Bussen. Einige Aussteller äußerten sich verunsichert über die überraschenden Kontrollen an ihren Verkaufsständen. Die Veranstaltung führte zu einem wirtschaftlichen Schaden von etwa 34.000 Euro, da bereits verkaufte Tickets storniert wurden. Bernhard Amann, Stadtrat in Hohenems, kritisierte die Kontrollen als überzogen und forderte eine Offenlegung der damit verbundenen Kosten.

Positive Rückmeldungen trotz Kontrollen

Trotz der intensiven Polizeipräsenz verlief die Messe insgesamt störungsfrei. Aussteller und Fachpublikum konnten sich in einer konstruktiven Atmosphäre austauschen und das Feedback zu den Vorträgen von Expertinnen und Experten war durchweg positiv. Die LändleCan-Messe hat sich als Plattform für Innovation, Aufklärung und Dialog zum Thema Hanf etabliert und bietet eine einzigartige Gelegenheit, die Vielseitigkeit der Hanfpflanze zu präsentieren. Hierzu zählt beispielsweise der medizinische Einsatz von Hanf sowie seine Funktion als nachwachsender Rohstoff.

Die Veranstalter, unter der Leitung von Christian Graupeter, MSc, haben es sich zum Ziel gesetzt, neue Perspektiven zu öffnen und die Branchen zu vernetzen. Die Messe enthält nicht nur Ausstellungen von medizinischen Hanfprodukten und kulinarischen Delikatessen, sondern auch Themen wie Gesundheit, Anbau, Recht, Forschung und Nachhaltigkeit sind integral in das Programm eingebunden. Hohenems, als kulturelles und wirtschaftliches Zentrum Vorarlbergs, bietet hierfür eine zentrale Lage und ist sowohl mit Auto, Bus als auch Bahn gut erreichbar.

Regulierung des Cannabisgebrauchs im Verkehr

Im Kontext der Veranstaltung gewinnt die Diskussion über die Regulierung von Cannabis an Bedeutung. Das Bundesgesundheitsministerium hat im Dezember 2023 eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe eingerichtet, die Empfehlungen zu einem THC-Grenzwert im Straßenverkehr ausgearbeitet hat. Dieses neue Gesetz, das am 22. August 2024 in Kraft trat, sieht einen THC-Grenzwert von 3,5 ng/ml im Blutserum vor und schließt Fahranfänger sowie den Mischkonsum von Cannabis und Alkohol aus. Die Eignung zum Führen eines Kraftfahrzeugs wird demnach nur unter bestimmten Bedingungen gewährleistet, was die Sicherheit im Straßenverkehr weiter erhöhen soll.

Die LändleCan-Messe hebt somit nicht nur die Vielseitigkeit und das Potenzial von Hanf hervor, sondern eröffnet auch einen Dialog über gesetzliche Rahmenbedingungen und deren Einfluss auf die Gesellschaft.