Am 12. Februar 2026 fand der 68. Wiener Opernball in der renommierten Wiener Staatsoper statt und verwandelte den historischen Gebäudekomplex in einen glamourösen Ballsaal. Rund 5.000 Gäste aus dem In- und Ausland tummelten sich im prachtvoll dekorierten Ambiente, darunter zahlreiche prominente Persönlichkeiten und politische Vertreter. Die Veranstaltung wird oft als der „Ball der Bälle“ bezeichnet und stellt einen gesellschaftlichen Höhepunkt während der Ballsaison im Wiener Fasching dar. Wie LEADERSNET berichtet, sorgten rund 500 Arbeiter:innen für die umgehende Transformation der Staatsoper in einen 50 Meter langen Ballsaal.

Die künstlerische Leitung des Abends hatte Pablo Heras-Casado inne. Unter seiner Regie wurden u.a. Auszüge aus Leonard Bernsteins „West Side Story“ sowie der „Carousel Waltz“ präsentiert, dargeboten vom Wiener Staatsballett. Dieses Jahr stand der Opernball im Zeichen des New Yorker Broadways, was das Event mit besonderem Flair erfüllte. Politisch war der Abend auch prägend, denn Bundespräsident Alexander Van der Bellen war anwesend, während Kanzler Christian Stocker und mehrere Minister:innen ihre Teilnahme absagten.

Prominente Gäste und das Rahmenprogramm

Zu den prominenten Gästen zählten unter anderem die Schauspielerin Fran Drescher und der Hollywood-Star Sharon Stone. Auch die österreichische Außenministerin Beate Meinl-Reisinger, die philippinische First Lady Imelda Marcos sowie verschiedene weitere Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Gesellschaft, darunter Sebastian Kurz und Andreas Babler, waren Teil dieses Glamour-Events. Eine Übersicht über einige der angesagtesten Gäste findet sich in der folgenden Liste:

  • Fran Drescher (Schauspielerin)
  • Sharon Stone (Hollywood-Star)
  • Beate Meinl-Reisinger (Außenministerin)
  • Imelda Marcos (philippinische First Lady)
  • Sebastian Kurz (Altkanzler)
  • Andreas Babler (Vizekanzler)
  • Peter Hanke (Mobilitätsminister)
  • Elisabeth Zehetner (Wirtschaftsstaatssekretärin)
  • Alexander Pröll (Staatssekretär)
  • Weitere: Julian F.M. Stöckl, Harald Glöckler, Michaela Schäfer, Davina und Shania Geiss, Oliver Pocher, Simone Thomalla, Lady Amelia und Lady Eliza Spencer, Nadine Leopold, Apple Paltrow, Iris Law, Mirjam Weichselbraun, Andi Knoll, Anna Netrebko und Herbert Prohaska.

Der Opernball hat eine lange Tradition, die bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht, mit Wurzeln, die auf den Wiener Kongress von 1814-1815 zurückgehen. Der erste Opernball am aktuellen Standort fand am 11. Dezember 1877 statt, und seit 1935 wird der Ball jährlich nahezu ohne Unterbrechungen veranstaltet, mit Ausnahmen während kriegerischer Umstände. Wie Wikipedia anmerkt, zieht der Opernball Jahr für Jahr rund 5.150 Gäste und zahlt sich auch als wirtschaftlicher Faktor für den österreichischen Tourismus aus.

Traditionen und Besonderheiten

Ein charakteristisches Merkmal des Opernballs ist die große Eröffnungszeremonie, die seit 2011 von den Wiener Philharmonikern begleitet wird. 180 Paare eröffnen den Ball mit einer Polonaise und Walzern wie „An der schönen blauen Donau“. Der Ball endet traditionell um 5 Uhr früh mit dem bekanntesten Donauwalzer und dem Radetzky-Marsch. Die Umbauten der Staatsoper in einen festlichen Ballsaal nehmen erfahrungsgemäß rund 70 Stunden in Anspruch und werden zum Beispiel von einem Tanzparkett von etwa 850 m² ergänzt.

Insgesamt ist der Wiener Opernball nicht nur ein festliches Ereignis, sondern auch ein wichtiges Ereignis im kulturellen und politischen Leben Österreichs, das viele Menschen sowohl im In- als auch im Ausland in seinen Bann zieht.