Die Semesterferien stehen vor der Tür und damit auch eine Hochsaison für den Skisport. Laut ÖAMTC ist ein erhöhtes Einsatzaufkommen bei der Flugrettung zu erwarten. Das bedeutet nicht nur eine Zunahme der Pistenunfälle, sondern auch eine Zunahme in der Schwere der Verletzungen. Trotz konstanter Unfallzahlen machen besonders schwere Verletzungen, darunter Kopf- und Wirbelsäulenverletzungen, immer mehr Sorgen.
In der aktuellen Saison 2023/2024 schätzen Experten die Zahl der verletzten Skifahrer*innen auf etwa 46.000 bis 48.000. Dies zeigt einen drastischen Anstieg im Vergleich zur Vorsaison, während die Rückkehr zur Normalität nach der Pandemie eine Rolle spielt. Insbesondere das Risiko für stationäre Behandlungen bleibt mit etwa 1,73 pro 1.000 Skifahrer*innen stabil, was zu rund 7.200 bis 7.300 stationären Aufnahmen führt, wie die Daten von Ski-Online zeigen.
Wachsende Verletzungsrisiken und präventive Maßnahmen
Die Stiftung Sicherheit im Skisport berichtet von einem signifikanten Anstieg der Verletzungsrate, insbesondere bei Knien und Schultern. Die häufigsten Verletzungen betreffen das Kniegelenk, gefolgt von Schulter- und Kopfverletzungen. Knapp die Hälfte der Verletzten benötigt sogar chirurgische Eingriffe, was die Dringlichkeit eines verantwortungsvollen Verhaltens auf der Piste unterstreicht. Kollisionen, sowohl mit anderen Fahrern als auch mit Hindernissen, machen etwa 21 Prozent aller Unfälle aus.
Die Empfehlungen der Stiftung Sicherheit im Skisport und des ÖAMTC sind klar: Eine umfassende Vorbereitung ist entscheidend. Skihelme und Rückenprotektoren sollten Pflicht sein. Auch die Anpassung der Geschwindigkeit an die Sicht- und Schneeverhältnisse sowie an die eigene Fitness ist wichtig, da viele Unfälle nachmittags aufgrund von Erschöpfung geschehen. Poster und Aufzeichnungen zeigen, dass Alkoholkonsum ein zusätzliches Unfallrisiko darstellt.
Sichere Fahrt auf der Piste
Das Einhalten von Pistenregeln ist unbedingt erforderlich, um Unfälle zu vermeiden. Dazu gehört das Platzieren von Pausen an gut einsehbaren Stellen und das Beibehalten eines Sicherheitsabstands zu Pistenraupen. Pistenmarkierungen (Blau, Rot, Schwarz) sind essenziell, um den Schwierigkeitsgrad der Abfahrten zu erkennen. Abseits markierter Pisten lauern alpine Gefahren, die eine Bergung aus unwegsamem Gelände erheblich erschweren können.
- Tipps für sicheres Skifahren:
- Geschwindigkeit an Sicht und Können anpassen
- Rücksicht beim Überholen und Pistenwechsel
- Funktionelle Winterbekleidung tragen
- Letzte Abfahrt vor Einbruch der Dunkelheit
Zusätzlich wird die Verpflichtung zur Hilfeleistung bei Unfällen und eine Ausweispflicht auf den Pisten betont. Die aktuelle Unfallstatistik zeigt, dass eine informierte und vorsichtige Herangehensweise an den Wintersport nicht nur die Sicherheit der Sportler erhöht, sondern auch die Wahrscheinlichkeit von schweren Verletzungen merklich verringert.