
Am Dienstag, dem 1. April 2025, ereignete sich gegen 12:10 Uhr ein tragischer Verkehrsunfall in der Fischergasse in Herzogenburg, bei dem eine 76-jährige Fußgängerin aus dem Bezirk St. Pölten-Land von einem Sattelzug erfasst wurde. Der Lkw, der von einem 46-jährigen polnischen Staatsbürger gesteuert wurde, hielt zuvor an, um einem Arbeiter das Umstellen eines Firmenfahrzeugs zu ermöglichen. Nachdem der Fahrer wieder losfuhr, bemerkte er kurz darauf einen Aufprall an der linken Seite des Fahrzeugs und hielt sofort an. Zu seinem Entsetzen fand er die Fußgängerin unter dem Lastkraftwagen liegend. Trotz einer umgehend eingeleiteten Rettungskette starb die Frau noch an der Unfallstelle. Zur Absicherung der Unfallstelle waren die Straßen Wiener Straße und Fischergasse von 12:45 Uhr bis 14:13 Uhr gesperrt, und es wurde eine örtliche Umleitung eingerichtet. Diese Informationen wurden von 5min.at bereitgestellt.
Ein weiteres, weniger schwerwiegendes Unglück fand am Donnerstagmorgen auf der S 33 in Herzogenburg statt, wo ein Sattelschlepper mit einem Anpralldämpfer kollidierte. Der 20-jährige Fahrer des Sattelschleppers erlitt lediglich leichte Verletzungen, und die Aufräumarbeiten nach dem Unfall zogen sich über mehr als vier Stunden. Diese Ereignisse zeigen die Gefahren, die im Zusammenhang mit schweren Lkw im Straßenverkehr stehen. Details zu diesem Vorfall stammen von noen.at.
Das Problem des "Toten Winkels"
Die hohen Risiken im Straßenverkehr werden durch Statistiken untermauert, die aufzeigen, dass jeder fünfte getötete Fußgänger (21%) und jeder sechste getötete Radfahrer (16%) zwischen 2015 und 2019 bei Unfällen mit Lkw-Beteiligung starben. Lkw sind im Durchschnitt an sechs Prozent der Unfälle mit Fußgängern und an drei Prozent der Unfälle mit Radfahrern beteiligt. Unfälle mit Lkw haben häufig schwerwiegende Folgen, was den hohen Anteil zu erklären vermag.
Ein zentrales Problem ist der "Tote Winkel", insbesondere beim Rechtsabbiegen und beim Anfahren aus dem Stand. Dipl.-Ing. Klaus Robatsch, Leiter der Verkehrssicherheitsforschung im KFV, hebt die Notwendigkeit von technischen Hilfsmitteln, Infrastrukturmaßnahmen und Bewusstseinsbildung hervor. Lkw-Fahrer sind sich der Gefahren des Toten Winkels häufig bewusst, während Fußgänger und Radfahrer weniger informiert sind. Es besteht ein deutliches Informationsdefizit über die Sichtverhältnisse aus der Perspektive von Lkw-Fahrern.
Vorschläge zur Verbesserung der Verkehrssicherheit
- Einbau von Assistenzsystemen (z.B. Abbiege- und Notbremsassistent).
- Optimierung der Infrastruktur (z.B. getrennte Ampelphasen, vorgezogene Haltelinien für Radfahrer, ausreichende Sichtweiten an Kreuzungen).
Das übergeordnete Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Risikowahrnehmung zu erhöhen und effektive Verkehrssicherheitsmaßnahmen umzusetzen. Diese Erkenntnisse stammen aus den Ausführungen des KFV, welches die Gefahren von Lkw im Straßenverkehr analysiert und Lösungen zur Verbesserung anstrebt. Weitere Informationen hierzu sind unter kfv.at zu finden.
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