Am 14. Jänner 2026 wurde in der Galerie Wernberg eine neue Ausstellung der Künstlerin Josefine Blaich eröffnet, die das Thema Natur in den Fokus rückt. Unter dem Titel „Die Natur ist ein großartiger Künstler!“ präsentiert Blaich ihre neuesten Werke, die ihre tiefen Verbundenheit mit der Natur widerspiegeln. Bürgermeisterin Doris Liposchek begrüßte zahlreiche Besucher im Gemeindeamt und zeigte sich erfreut über das große Interesse an der Ausstellung, die bis Ende März während der Öffnungszeiten des Gemeindeamts zu sehen sein wird. Die Eröffnung fand unter der Mitwirkung von Amtsleiter-Stellvertreter Kevin Kobencic statt.
Josefine Blaich, die in Drobolach lebt, hat seit ihrer Kindheit eine enge Beziehung zur Natur entwickelt. Ihr rund 100 Jahre altes Zuhause dient nicht nur als Wohnsitz, sondern auch als Atelier. Sie arbeitet seit 1994 intensiv im Bereich der Landschaftsgrafik und hat ihr künstlerisches Spektrum über die Jahre erheblich erweitert. Beginnend mit Zeichnungen und Aquarellen, hat sie sich inzwischen auch Techniken wie Acryl, Eitempera und Öl zugewandt. Durch die Teilnahme an zahlreichen Workshops und Sommerakademien hat sie sich kontinuierlich weitergebildet.
Ein Dialog mit der Natur
Die Verbindung von Kunst und Natur ist ein zeitloses Thema, das immer wieder neu interpretiert wird. Wie auf Lilligreen berichtet wird, suchen Künstler seit den 60er und 70er Jahren zunehmend eine tiefere Beziehung zur Natur und erweitern die Grenzen des Kunstschaffens. Die Land Art-Bewegung, geprägt von Künstlern wie Christo und Robert Smithson, thematisiert die Vereinnahmung natürlicher Landschaften und stellt Fragen zu unserem Umgang mit der Umwelt.
Zeitgenössische Künstler, wie Andy Goldsworthy, zeigen subtile Interaktionen mit der Natur, indem sie über Schönheit und Vergänglichkeit reflektieren. Diese Entwicklungen spiegeln sich auch in der Arbeit von Blaich wider, die mit ihren Kunstwerken die Beziehung zwischen dem Künstlichen und der Natur hinterfragt und die Verantwortung des Menschen gegenüber der Umwelt thematisiert.
Kunst als gesellschaftlicher Impuls
In der aktuellen Debatte um ökologische Kunst wird zudem deutlich, dass immer mehr Künstlerinnen ökologische Themen aufgreifen und in Museen sowie Galerien Anerkennung finden. Projekte wie „Farming Textiles“ von Diana Scherer verdeutlichen, wie neue Verbindungen zur Natur geschaffen werden können. Negativen Aspekten wie kolonialistischen Denkmustern im Umgang mit ökologischen Themen wird ebenfalls Rechnung getragen, was darauf hinweist, dass Kunst nicht nur ein Medium zur Selbstdarstellung ist, sondern auch ein Impuls für gesellschaftliche Reflexion geben kann.
Die Ausstellung von Josefine Blaich in Wernberg ist somit nicht nur eine Präsentation von Kunstwerken, sondern auch ein Beitrag zu einem wichtigen Dialog über die Verbindung zwischen Mensch und Natur, der in der heutigen Gesellschaft von großer Bedeutung ist. Besucher sind eingeladen, die Werke zu besichtigen und sich von der Kunst inspirieren zu lassen, die die Schönheit und Komplexität der Natur einfängt.