Tausende Rinder leiden auf Schiff vor der türkischen Küste - Hilfe gefordert!
Tausende Rinder aus Uruguay sind vor der türkischen Küste auf dem Schiff Spiridon II gefangen. Mangelnde Papiere verhindern die Entladung.

Tausende Rinder leiden auf Schiff vor der türkischen Küste - Hilfe gefordert!
Vor der Küste der Türkei kämpfen tausende Rinder aus Uruguay um ihr Überleben. Seit Wochen sind sie an Bord des Schiffes Spiridon II gefangen. Diese kritische Situation resultiert aus verschiedenen bürokratischen Hürden, die einer Entladung der Tiere im Weg stehen. Wie oe24 berichtet, darf das Schiff aufgrund fehlender Dokumente nicht in der Türkei ausladen.
Die Tierschutzorganisation Animal Welfare Foundation meldet, dass von den 2.900 Rindern an Bord bereits mindestens 48 Tiere verendet sind. Das Schiff, das vor knapp zwei Monaten in See stach, erreichte am 22. Oktober die Küste von Bandirma im Marmarameer. Obwohl 15 Unternehmen am 21. Oktober einen Importantrag stellten, wurde dieser abgelehnt, weil es an notwendigen Chips oder Ohrmarken fehlte und 469 Tiere nicht mit den eingereichten Listen übereinstimmten.
Schlechte Bedingungen an Bord
Die Lebensbedingungen für die Tiere an Bord sind katastrophal. Futter und Wasser sind knapp, und die Belüftung auf den tiefer gelegenen Decks ist unzureichend. Der Schiffseigner wandte sich nach der Ablehnung des Importantrags an die Tierschützer, die eine sofortige tierärztliche Untersuchung und Entladung der Tiere fordern. Bilder der Tiere deuten darauf hin, dass es sich überwiegend um schwarze und weiße Rinder aus der Milchindustrie handelt.
Zu Beginn der Woche durfte das Schiff kurz andocken, um dringend benötigte Heuballen aufzuladen. Dennoch ist die Situation nach wie vor kritisch. Die Schiffe sind nicht für solch lange Unterbringungen von Tieren ausgelegt, was die Notlage der Rinder weiter verschärft. Laut Spiegel sind die Behörden gefordert, schnell zu handeln, um das Leid der Tiere zu beenden und eine Lösung zu finden.
Die Sorgen um das Wohlergehen der Rinder sind gewachsen, während die Lösungsansätze weiterhin ausbleiben. Die Tierschutzorganisationen hoffen auf einen sicheren und schnellen Ausgang, während die Tiere an Bord auf eine ungewisse Zukunft warten.