Die Situation in Aleppo spitzt sich weiter zu, nachdem die syrische Armee verkündet hat, die Kontrolle über die gesamte Stadt zurückerlangt zu haben. Berichte von der Nachrichtenagentur AFP belegen, dass die Kämpfe zwischen syrischen Soldaten und kurdischen Truppen im Stadtteil Sheikh Maqsoud andauern. Diese jüngsten Auseinandersetzungen begannen am Dienstag und haben bereits zu über 20 Todesfällen geführt berichtet Vienna.at.

Gouverneur Assam al-Gharib gab bekannt, dass rund 155.000 Menschen aus den Stadtteilen Sheikh Maqsoud und Achrafieh geflohen sind. Die syrische Armee verkündete, am Samstagnachmittag alle Militäraktionen in Sheikh Maqsoud abgeschlossen zu haben, während kurdische Kämpfer diese Angaben als „völlig falsch“ zurückwiesen. Sie bestehen darauf, dass sie weiterhin einen „gewaltsamen Angriff“ abwehren informiert Tagesschau.de.

Kampf um die Kontrolle über Aleppo

Aleppo erlebt nach dem Sturz von Diktator Bashar al-Assad im Dezember 2024 eine neue Welle von Gewalt. 13 Monate nach diesem Ereignis gibt es wieder intensive Kämpfe in der Stadt. Sultana Ibrahim, eine 41-jährige Kurdin, berichtete von Wasser- und Strommangel sowie Hunger unter den Kindern. Syrische Behörden haben die Bevölkerung der Stadtteile Scheich Maksoud und Aschrafija zur Flucht aufgefordert, und vor dieser Aufforderung waren bereits zehntausende Bewohner geflohen so Tagesschau.de.

Die Kämpfe, die zwischen den Truppen der syrischen Übergangsregierung und den kurdischen Kämpfern stattfanden, haben auch das humanitäre Leid der Zivilbevölkerung verschärft. Über 140.000 Menschen wurden vertrieben, und die Zivilisten in den betroffenen Gebieten berichten von verheerenden Bedingungen führt die Zeit an.

Internationale Dimension des Konflikts

Der Konflikt wird zusätzlich durch das Eingreifen internationaler Akteure wie der Türkei und Israel kompliziert. Die Türkei hat offensiv gegen kurdische Kämpfer an ihrer Grenze interveniert, um die Kontrolle über die Region zu sichern, und bietet der syrischen Übergangsregierung Unterstützung im Kampf gegen die Kurden an. Israel hat die Operationen der syrischen Armee gegen kurdische Kräfte verurteilt berichtet Vienna.at.

Eine geopolitische Dimension zeigt sich auch in den Spannungen zwischen den kurdischen Kräften und der neuen syrischen Übergangsregierung. President Ahmed al-Scharaa hatte ursprünglich versprochen, Minderheiten in die neue Regierung einzubeziehen. Dennoch gibt es ein starkes Misstrauen zwischen Kurden und der Regierung, und die Umsetzung eines Abkommens zur Eingliederung kurdischer Kräfte in die syrische Armee bis Ende 2025 ist ins Stocken geraten stellt Tagesschau.de fest.

Die Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien spricht von Verstößen gegen das humanitäre Recht und fordert ein Ende der Angriffe auf Zivilisten. In Anbetracht der komplexen Lage fürchten Kurden um ihre Rechte und Autonomie in Syrien, was durch die Spannungen zwischen verschiedenen ethnischen und politischen Gruppen weiter verschärft wird so die Zeit.