Die spannende Reise durch die Welt von „Stranger Things“ erreicht einen vorläufigen Höhepunkt mit dem Abschluss der fünften Staffel. Am 1. Jänner 2024 wurde das mit Spannung erwartete Finale auf Netflix veröffentlicht. Die Geschichte um die fiktive Stadt Hawkins und ihre Protagonisten, vor allem die vier Freunde Mike, Will, Lucas und Dustin, fand nach nahezu einem Jahrzehnt ihr Ende. Die ersten Episoden der Serie wurden am 15. Juli 2016 veröffentlicht. Die Kombination aus übernatürlichen Elementen und Geheimnissen der Regierung zieht inzwischen ein breites Publikum in ihren Bann.

Das Finale, unter dem Titel „The Rightside Up“, erhielt gemischte Reaktionen von Fans und Kritikern. Einige Zuschauer äußerten sich enttäuscht über die Handlung, insbesondere über den vermeintlich einfachen Kampf gegen den Antagonisten Vecna, gespielt von Jamie Campbell Bower. Die Duffer-Brüder, Matt und Ross, haben betont, dass sie nicht die Absicht hatten, vergleichbare Tode wie in „Game of Thrones“ zu inszenieren und für viele war die geringe Anzahl an Todesopfern im Finale enttäuschend. Auch die prominente „Divorce“-Theorie, die die Scheidung von Ross Duffers Frau Leigh Janiak während der Dreharbeiten thematisiert, sorgte für Diskussionen.

Kontroverse um den Einsatz von KI

Ein besonders heiß diskutiertes Thema war der Einsatz von Künstlicher Intelligenz, insbesondere ChatGPT, während des Schreibprozesses. Einige Fans der Serie äußerten den Verdacht, dass das Finale mithilfe der KI verfasst wurde, nachdem in einer Behind-the-Scenes-Dokumentation Bilder aufgetaucht waren, in denen die Duffer-Brüder ChatGPT auf ihren Laptops geöffnet hatten. Martina Radwan, die Regisseurin der Dokumentation „Ein letztes Abenteuer: Making Stranger Things 5“, wies diese Anschuldigungen entschieden zurück und betonte, dass KI nur für schnelle Recherchen verwendet wurde, nicht jedoch für das eigentliche Schreiben des Drehbuchs. Sie stellte außerdem die ethischen Fragen bezüglich der Nutzung von KI in kreativen Prozessen in den Raum und äußerte Bedauern über die negativen Diskussionen rund um die Serie.

Obwohl in der Doku Behauptungen über den Einsatz von ChatGPT aufgetaucht sind, gibt es keine konkreten Beweise, die den Vorwurf unterstützen. Intern gab es laut Radwan im Writers‘ Room keine Verwendung von KI. Die Debatte über den Einsatz von KI im kreativen Sektor bleibt komplex und ist nicht leicht zu beantworten.

Gemischte Reaktionen und Diskussionen unter den Fans

Die Reaktionen auf das Finale sind gespalten: Während einige Zuschauer den Abschluss als zufriedenstellend empfanden, kritisierten andere ihn vehement und bemängelten beispielsweise das Finale als zu einfach. In Online-Foren, wie dem Subreddit r/StrangerThings, wird hitzig über die Handlung diskutiert – einige empfinden es als Verrat, während andere das kreative Team verteidigen. Die Gerüchte über eine geheim gehaltene Folge namens „Conformity Gate“, die am 7. Jänner erscheinen sollte, stellten sich als Wunschdenken heraus.

Für viele Fans ist klar, dass die Duffer-Brüder, trotz aller Kritik und Kontroversen, einen bedeutenden Einfluss auf die TV-Landschaft hatten. „Stranger Things“ bleibt ein kulturelles Phänomen, das zahlreiche Diskussionen über das Geschichtenerzählen in der heutigen Zeit anregt. Alle fünf Staffeln sowie die begleitende Dokumentation sind mittlerweile auf Netflix verfügbar und laden die Zuschauer dazu ein, ihre eigenen Theorien und Gedanken zu entwickeln und zu diskutieren.

Der Abschluss einer Ära führt zu einem nachdenklichen Rückblick auf die Erlebnisse in Hawkins und wirft gleichzeitig Fragen nach der Zukunft des Geschichtenerzählens auf – insbesondere im Hinblick auf den Einfluss von Technologie und Künstlicher Intelligenz. Kurier und MoviePilot berichten ebenfalls umfassend über die Kontroversen, während Euronews die Diskussion über den kulturellen Einfluss der Serie beleuchtet.