In einer drastischen Maßnahme hat der Chinesische Fußballverband zahlreiche Akteure für ihre Beteiligung an Korruption und Spielmanipulation in der heimischen Liga bestraft. Am 31. Jänner 2026 wurde bekannt, dass der ehemalige Nationaltrainer Tie Li sowie 72 weitere Personen lebenslang vom Fußball ausgeschlossen wurden. Dies erfolgte in Reaktion auf immer wiederkehrende Probleme im chinesischen Fußball, die mit Glücksspiel und Manipulationen zusammenhängen. Neben Tie Li, der bereits 2024 zu 20 Jahren Haft verurteilt wurde, zählt auch der ehemalige Präsident des Verbandes, Xuyuan Chen, zu den Bestraften, der wegen Annahme von Bestechungsgeldern eine lebenslange Haftstrafe erhielt.

Die Sanktionen betreffen darüber hinaus 13 Profivereine, darunter prominente Klubs wie Beijing Guoan, Tianjin Jinmen Tigers und Shanghai Shenhua. Diese Vereine werden mit Punkten abgezogen, und die Strafen wurden kurz vor Beginn der Saison 2026 öffentlich gemacht. Der Punktabzug beträgt für Tianjin Jinmen Tigers und Shanghai Shenhua jeweils zehn Punkte – dies stellt die Höchststrafe dar. Zudem wurden Geldstrafen in Höhe von 200.000 bis 1.000.000 Yuan, was etwa 24.000 bis 120.000 Euro entspricht, verhängt.

Hintergrund zu den Sanktionen

Der Chinesische Fußballverband hat die Maßnahmen als Teil seiner Bemühungen zur Bekämpfung von unzulässigen Transaktionen im Sport betrachtet, ohne jedoch ins Detail zu gehen. Die Entscheidung, die Sanktionen öffentlich zu machen, wurde auf einem Treffen beschlossen, in dem die dringliche Notwendigkeit erörtert wurde, dem Glücksspiel und der Spielmanipulation im chinesischen Fußball ein Ende zu setzen. Die Vorfälle, die zu diesen Maßnahmen führten, sind Teil eines größeren Problems, das den Sport in China seit Jahren belastet.

Die wiederkehrenden Skandale im chinesischen Fußball sind nicht neu. Diese Vorfälle haben bereits in der Vergangenheit zu einem massiven Vertrauensverlust in die Integrität des Sports geführt. Berichte über Bestechung und Manipulationen haben den Ruf von Klubs und Spielern schwer beschädigt, was auch die Popularität des Sports im Land beeinflusst hat.

Die aktuelle Krise zeigt einmal mehr, wie dringend der Chinesische Fußballverband handeln muss, um die Glaubwürdigkeit des Wettbewerbs wiederherzustellen. Ein runderneuerter Ansatz zur Bekämpfung von Korruption könnte sowohl das Vertrauen der Fans als auch das der Sponsoren zurückgewinnen.

Für weitere Informationen zur Thematik von Manipulationen im Fußball, lesen Sie die Berichte auf Spiegel Online.