Die Haute-Couture-Woche in Paris für Spring/Summer 2026 begann heute mit einem beeindruckenden Auftakt. Die Modemarke Schiaparelli eröffnete die Woche mit der spektakulären Kollektion „The Agony and the Ecstasy“, die unter der kreativen Leitung von Daniel Roseberry entstand. Diese Präsentation wurde durch ein provokantes und maximalistisches Show-Design geprägt, das für seine Instagram-Tauglichkeit bekannt ist und die Zuschauer sofort in seinen Bann zog. Die Front Row war mit Prominenten wie Demi Moore, Teyana Taylor und Lauren Sánchez, die mit Jeff Bezos erschien, besetzt und versprach Glamour pur.
Die Kollektion von Schiaparelli zeichnet sich durch überdimensionale Federn, transparente Stoffe und viel Spitze aus. Es sind Silhouetten, die sich zwischen Fetisch, Couture und Surrealismus bewegen. Der Schwerpunkt dieser Kollektion liegt auf dem Spiel mit Körper und Illusion, wobei Haut sowohl enthüllt als auch verhüllt wird. Der emotionale Kern der Kollektion wurde während eines kreativen Rückzugs im letzten Jahr außerhalb von Rom entdeckt. Eine letzte Tour zur Sixtinischen Kapelle inspirierte Roseberry, indem er die tiefen Emotionen, die Michelangelos Werke vermitteln, in seine Designs einfließen ließ. Die Kollektion umfasst stark ausdrucksvolle Designs wie „Isabella Blowfish“ und feiert die Fähigkeiten der Ateliers auf höchstem technischem und kreativem Niveau, was sich in handgeschnittener Spitze und kunstvollen Accessoires zeigt.
Eleganz von Georges Hobeika
Georges Hobeika folgte mit einer eleganten Kollektion, die sich durch filigrane Couture auszeichnete. Diese präsentierte transparente Stoffe, feine Stickereien und perfekt modellierte Silhouetten in einer eindrucksvollen Farbpalette aus tiefen Burgunderrot und schimmernden Rosé-Tönen. Besondere Aufmerksamkeit verdient die detailreiche Ausarbeitung der figurbetonten Bustier-Kleider, die mit aufwendigen Perlen- und Kristallmustern geschmückt sind.
Ein weiteres Highlight der Woche war der Debütauftritt von Jonathan Anderson mit seiner ersten Haute-Couture-Kollektion für Christian Dior. Er nahm einen modernen Ansatz, der sich gegen nostalgische Elemente der Dior-Romantik richtet. Seine Kreationen zeichnen sich durch auffällige ballonartige Silhouetten aus, die Kleider wie schwebende Objekte wirken lassen. Die dominierende Farbe seiner Kollektion ist Orange, die er mit floralen Details kombiniert. Diese Blütenmotive werden nicht nur als Dekoration, sondern auch als grafische, architektonische Elemente verwendet.
Kunst trifft Mode
Die Verbindung von Kunst und Mode, die in dieser Haute-Couture-Woche deutlich wird, ist nicht neu, sondern hat historische Wurzeln. Künstler wie Salvador Dalí und Designerin Elsa Schiaparelli haben in der Vergangenheit bereits zeigte, wie eng Kunstschaffen und Mode miteinander verbunden sind. Diese Synergien eröffnen neue kreative Ausdrucksformen und haben sich bis in die Gegenwart weiterentwickelt. So entstehen immer wieder innovative Kleidungsstücke, die nicht nur optisch ansprechend sind, sondern auch Geschichten erzählen und Emotionen wecken, wodurch die Grenzen von Couture neu definiert werden.
Die Haute-Couture-Woche in Paris bleibt ein faszinierendes Fenster in die Welt der Mode, in der nicht nur Trends gesetzt, sondern auch Kunst neu interpretiert wird. Dies wird durch die Vielzahl an kreativen Ansätzen und die experimentelle Natur der präsentierten Kollektionen unterstrichen, die alle darauf abzielen, die Fantasie anzuregen und das Publikum emotional zu berühren.
Für weitere Informationen zu den Kollektionen besuchen Sie bitte oe24, Schiaparelli sowie Composition Gallery.






